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GM-Europa-Chef Forster muss hartem Sanierer weichen

06.11.2009 | 12:12 |  (DiePresse.com)

GM-Europa-Chef Forster kritisierte den Mutterkonzern wegen des geplatzten Opel-Deals. Ihm folgt Chevrolet-Manager Reilly nach, der Opel das Leben bislang schwer machte. Das wird als Provokation empfunden.

Europa-Chef Carl-Peter Forster verlässt den US-Autobauer General Motors. Er kann den Schwenk des GM-Verwaltungsrats, Opel nun doch nicht an den kanadisch-österreichischen Autozulieferer Magna zu verkaufen, nicht nachvollziehen. Seine Position wurde konzernintern unhaltbar, weil er sich wiederholt für einen Verkauf von Opel an Magna stark gemacht hatte. Seine Kritik am Mutterkonzern GM äußerte er offen: "So ein plötzlicher Schwenk ist kaum nachzuvollziehen", sagte er nach Bekanntgabe des geplatzten Deals.

Ihm soll Nick Reilly als Sanierungsbeauftragter nachfolgen, berichtet "Spiegel Online". Die Ernennung des Managers wird als Provokation für Opel gedeutet. Reilly war bislang für das Asiengeschäft und die Billig-Marke Chevrolet verantwortlich, die Opel das Leben in Europa immer schwerer gemacht hat, schreibt der Online-Dienst. So expandierte GM mit Chevrolet in neue Wachstumsmärkte, während Opel zur Regionalmarke degradiert wurde.

Mit dem Schritt wird auch Opel-Chef Hans Demant entmachtet, dem die GM-Spitze eine Sanierung nicht zutraut. Bereits am Donnerstag hatte GM-Chef Fritz Henderson bekanntgegeben, "binnen Tagen oder Wochen" ein neues Führungsteam bei Opel zusammenstellen zu wollen.

Forster wurde 2001 Chef bei der Adam Opel GmbH und verantwortete damals den Umbau des Unternehmens. Im Juni 2004 wurde er Chef von GM-Europe.


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