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Stürmische Zeiten stehen uns bevor: "Na, Mahlzeit!"

20.08.2009 | 11:52 |  (Die Presse - Schaufenster)

Fruchtig-frisch und leicht prickelnd geht es in den Herbst hinein. Der Sturm hat wieder Saison, zu diesem Anlass gibt es hier ein kleines Porträt über den jungen Wein.

Stürmische Zeiten kommen auf uns zu, wenn das Herbstjuwel von Österreichs Winzern ausgeschenkt wird. Ab einem Alkoholgehalt von 1% wird der gärende Traubenmost Sturm genannt und darf nur zwischen 1. August und 31. Dezember des Erntejahres angeboten werden.

Übrigens ist die Bezeichnung "Sturm" nur in Österreich erlaubt; in Deutschland heißt der trübe Wein etwa Federweißer, in der Schweiz wird Sauser getrunken.

Im Gegensatz zu den meisten Weinen, entzieht sich der Sturm keiner Speiszuordnung, so kann er zu verschiedensten kulinarischen Spezialitäten genossen werden. Durch die Süße des Sturms, die von fruchtiger Säure ausgeglichen wird, empfiehlt es sich den erfrischenden Rebensaft mit deftigen Herbstschmankerln, wie etwa Gans mit Rotkraut und Knödeln, zu trinken. Durch die Vitamine im Sturm, ist der, in Maßen genossene Wein, sogar gesund und gut für Haut und Haar.

Serviert wird der Sturm in einem Weißweinglas, wo er sein Aroma am besten entfalten kann. Der trübe Herbstwein sollte aber nur wenige Tage im Kühlschrank gelagert werden, bevor er zum Staubigen wird. Angestoßen wird traditionellerweise übrigens nicht mit "Prost", sondern "Mahlzeit" oder "Krixikraxi". Zudem darf nicht mit der linken Hand zuge"mahlzeitet" werden. Erst ab Martini, also dem 11. November verlaufen die Rituale wieder ganz normal, denn da wird der Wein getauft, also in Flaschen gefüllt.

 


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