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Österreicher des Jahres: Die Sieger bewegen die Welt

26.10.2010 | 22:44 |  von Teresa Schaur-Wünsch (DiePresse.com)

Austria '10. Mathematik und Musik, Bücher, Luftfahrt und Entwicklungshilfe: Hier sind die Sieger der „Presse“-Wahl zu den "Österreichern des Jahres" daheim – und weltweit aktiv.

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Wenn die Wahl der Österreicher des Jahres 2010 eines gezeigt hat, dann das: Österreich mag ein kleines Land sein, leisten kann man auch hier Großes – mit einer Reichweite weit über die Grenzen hinaus. Gefeiert wurden die Sieger in fünf Kategorien am Nationalfeiertag bei der "Austria 10"-Gala in Wien.

Am deutlichsten hat das vielleicht der Sieger in der Kategorie Wirtschaft gezeigt: Hannes Bardach hat aus dem kleinen Betrieb Frequentis den Weltmarktführer für Kommunikationssysteme der Flugsicherungssystemen geschmiedet. Weltweit verlassen sich zivile und militärische Flug-Kontrollzentren auf die digitalen Sprachvermittler aus Österreich. Inzwischen kommuniziert man auch bei Scotland Yard oder bei der Nil-Schifffahrt mit Wiener Technik. Da mussten sich in der Endauswahl sogar die – ebenfalls international renommierten – Kandidaten Georg Riedel (Riedel Glas) und Josef Zotter (Schokolade) geschlagen geben.

Auch Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Nationalbibliothek und Siegerin in der Kategorie Kulturmanagement, ist nur auf den ersten Blick rein in Österreich aktiv. Mit der 2011 beginnenden Digitalisierung werden in Kooperation mit Google historische Bestände für ein weltweites Publikum verfügbar.

Mit digitaler Technik hat auch die junge Gewinnerin aus den Creative Industries zu tun. Eva Fischer macht damit Töne sichtbar. Mit sound:frame hat sie ein erfolgreiches Festival gegründet, mit der gleichnamigen Firma realisierte sie schon Visualisierungs-Projekte in New York oder Shanghai. Nicht, dass ihre Konkurrenten nicht international aktiv wären: Bongfish etwa entwickelte schon für Microsofts XBox360 ein Computerspiel, das Design-Duo Walking Chair ist schon rein herkunftsmäßig (Schweiz und Italien) multinational und wurde bereits in Tokio ausgezeichnet.

Austria10-Gala: Die Österreicher des Jahres 2010

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Auf das, was die Welt im Innersten zusammenhält, konzentriert sich Bruno Buchberger. Seiner Ansicht nach ist das die Mathematik. 1000 wissenschaftliche Arbeiten sind schon über seine fachliche Entdeckung erschienen, er selbst leitet heute den Softwarepark Hagenberg – Sieg in der Kategorie Forschung.


Ganz offensichtlich nicht nur in der Heimat engagiert sich Stefan Pleger. Die Hälfte des Jahres arbeitet er beim Innsbrucker Tanzsommer – den Rest der Zeit verbringt er in Uganda, wo er mehr als 400 verwaisten Kindern den Schulbesuch ermöglicht. Top, finden auch die beiden Finalisten in der Kategorie Humanitäres Engagement, Ben-David Jost und Ute Bock, die Asylwerber aus aller Welt betreut.

Und ja, so ziemlich in aller Welt hat auch sie schon gesungen: Natalia Ushakova, gebürtige Usbekin, Star der Wiener Staatsoper – und des gestrigen Abends im Wiener Arsenal. Auch wenn die Sopranistin, die mit ausgewählten Stücken von Lehár, Puccini und Verdi brillierte, auf den großen Bühnen der Welt zu Hause ist – 2011 gibt sie unter Placido Domingo die „Tosca“ in Washington –, kehrt sie immer wieder mit Freude nach Österreich zurück.

Weinkochbuch: Rezepte von österreichischen Spitzenköchen

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 27. 10. 2010)

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8 Kommentare
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wieso wird die "menschlichkeitsindustrie" hier so aufgewertet?

der herr fle hat,. völlig zu recht, auf die unglaublichen gefahren hingewiesen, die von organisationen wie caritas&volkshilfe ausgehen. die frau bock ist nun mindestens so gefährlich! und jetzt kriegt sie bei einem von der presse gesponserten event auch noch 10.000 euro...für ihr "humanitäres engagement"! unerhört! diese humanität wollte der herr CR doch abgeschafft wissen!

kann sich der herr fleischhacker nicht durchsetzen oder ist er einfach inkonsequent, oder was ist da los?

Gast: Ösi
27.10.2010 18:38
1 3

Diese Liste ist schlicht und ergreifend FALSCH!!!

Österreicher des Jahres in der Kategorie Menschlichkeit und Patriotismus sind meiner Meinung nach H. Fischer und Michael Häupl!

Sport: Bernhard Kohl
High Society: Alfoons Haider

Kann die Liste leider nicht weiterführen, da ich für's sozialistische Zeltlager packen muss, euer Ösi!

Gast: Ground Worker
27.10.2010 14:43
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Bittere Erkenntnis

Es ist bitter zu sehen, dass für den Großteil jener Firmenvertreter, die gestern Abend im Habitus großzügiger u. sozial denkender Spender auftraten (z.B. Casinos Austria), die vielen Groundworkers im Bereich Soziales Engagement nicht einmal 50 Euro wert waren, wie ich aus eigener Fundraising-Erfahrung bezeugen kann. Bitter auch die Einsicht, dass Erfolg und entsprechende PR-Maschine (mehrfache ORF-Radio- u. TV-Berichte) allein zu mehr Erfolg (sprich finanziellen Mitteln) verhilfen, während man "die (vielen kleinen Initiative) im Dunkeln" nicht wahrnimmt oder wahrnehmen will. Schließlich sonnt man sich ja lieber im Lichte der (schon) Erfolgreichen.

da sieht man wieder

den unterschied zwischen männern und frauen und wundert sich NICHT, dass frauen immer noch weniger verdienen als männer.

nichts desto trotz...eine beeindruckende leistung !

Antworten Gast: peter beil
27.10.2010 09:37
2 2

Re: da sieht man wieder

Erstklassiges Deppenposting.
Wenn der kleine Bub mit der Spielzeugpuffen in der Sandkiste einmal so viel verdient wie Frau Rachinger, darf er den Mund wieder aufreissen...

Re: Re: da sieht man wieder

abgesehen davon....mit "spielzeugpuffn" ist mehr geld zu verdienen als ein mit steuergeld finanziertes "amt"


Re: Re: da sieht man wieder

was...WAS ist so besonders an der leistung der Rachinger ?? digitalisierung von "irgendwelchen historischen beständen"????, das ist schon seit jahren in vielen erfolgreichen (erfolgreicherEN) firmen gang und gäbe.
aber hauptsache ein "amt" ist auch vertreten unter den gewinnern...da spielt es keine rolle ob teuer oder nicht, ob sinnvoll oder nicht...der steuerzahler wirds schon zahlen !

die leistung von Eva Fischer ist meiner meinung nach weit mehr wert, aber
hauptsache eine "rot angehauchte" frau hat "irgendwas getan" damit die sozis behaupten können sie haben auch "kompetente" personen in ihren reihen!


@ AUG A3 SF: Die Frau Rachinger wurde aus politisch korrekten Gründen gewählt (Restitutionen).


Heut zu Tage genügt das; eine echte Leistung ist zwar auch schön, aber eben nicht unbedingt notwendig.

Denn wir leben in der Epoche des "imaginäre Antifaschismus", ein gespielter Widerstand, der sich selbst als Prophylaxe sieht und alles, auch jede tiefer gehende (zB. wissenschaftliche) Perspektive, überlagert.

Wir können nur hoffen, dass der Zenith dieses hemmenden zeitgeistigen Irrläufers (über dem man außerhalb des deutschsprachigen Europas nur milde lächelt) bald überschritten ist.

Nach Überwindung dieses ideologischen Monopols dürften auch bei uns ungeahnte kreative Kräfte entfesselt werden. Wer weiß, vielleicht purzeln dann bei uns die Nobelpreisträger nur so.

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