Einmal im Jahr trifft sich die internationale Medienbranche zum World Young Reader Summit, dieses Jahr am 10. und 11. Juli in Bangkok. Die World Association of Newspapers and News Publishers, kurz WAN-IFRA, vergibt im Rahmen des Summits die World Young Reader Prizes in mehreren Kategorien an herausragende Projekte und Produkte von Zeitungen und Verlagen für junge Leser. Von der „Presse“ wurden dieses Jahr gleich zwei Projekte gewürdigt:
EDUARD - Education Award
„Die Presse“ und VERBUND riefen im Herbst 2011 unter der Patronanz des Bundesministeriums
für Unterricht, Kunst und Kultur den Education Award EDUARD aus. Der Wettbewerb bietet Lehrern die Chance, abseits des normalen Schulalltags Interesse und Verständnis für ein gesellschaftlich aktuelles, fächerübergreifendes Thema zu wecken, die Medienkompetenz der Schüler zu fördern und ein interdisziplinäres Lehrprojekt ins Leben zu rufen, das auch umgesetzt wird. Das Themenfeld des ersten EDUARD war Energie. Für die Verwirklichung der Projektideen stellten „Die Presse“ und VERBUND ein Preisgeld in der Höhe von insgesamt 50.000 Euro zur Verfügung.
Bei den Lehrern und Schülern fand EDUARD großen Anklang. Bis Ende Jänner 2012 wurden zahlreiche innovative Projektideen zum Thema Energie eingereicht. Und bis März ermittelten eine Fachjury und die Leser der „Presse“ in einem Online-Voting dann die sechs Siegerprojekte, jeweils drei für Unter- und Oberstufe, und damit die Preisträger der insgesamt 50.000 Euro. Die Gewinner hatten dann bis Ende Juni Zeit, die Projekte auch wirklich in die Tat umzusetzen. Und am 29.6. wurden die Ergebnisse schließlich in einer Sonderbeilage der „Presse“ der Öffentlichkeit präsentiert.
Beim World Young Reader Prize erielt der Education Award EDUARD nun eine Jury Commendation in der Kategorie „Brand“/Marke. Laut des Executive Directors des Young Readership Development war es eine klare Entscheidung: „I must say it was a very easy decision for our jury, which concluded: This excellent project offers a new idea, well-funded by the partner, with clear benefits for education and the newspaper as well.“
Und noch eine weitere Aktion der „Presse“ für junge Leser wurde von der WAN-IFRA gewürdigt.
REPORTER – die Reporter von morgen
„Die Presse“ suchte im Rahmen der Aktion REPORTER bereits zum fünften Mal Nachwuchsreporter zwischen 18 und 26 Jahren, die zwei Wochen an der Seite vom damaligen „Presse“-Außenpolitikredakteur Thomas Seifert arbeiten und aus dem Land und zu dem Thema ihrer Wahl in der „Presse“ und auf DiePresse.com berichten wollen. Und im Rahmen von
Reporter’11 fand auch erstmals der Zusatzbewerb Reporter-Ost statt. Damit möchte „Die Presse“ den Ländern Ost- und Südosteuropas stärker Gehör verschaffen. Der Gewinner oder die Gewinnerin von Reporter-Ost reist mit dem Südosteuropa-Experten der "Presse", Wieland Schneider, in die vorgeschlagene Destination - und berichtet für "Die Presse" und DiePresse.com.
Das Besondere an REPORTER: Die Bewerber geben vor, wohin die Reise gehen soll, allerdings: Es geht um Journalismus, nicht Tourismus. Die jungen Nachwuchsreporter erleben und lernen Auslandsjournalismus hautnah, besuchen Orte, die Reisenden üblicherweise verwehrt bleiben und treffen Menschen, die Spannendes zu erzählen haben. Und bisweilen kann der Wettbewerb auch den Weg für eine Autorenkarriere ebnen: Die Gewinnerin von Reporter’09 beispielsweise hat es zur Buchautorin gebracht. Brigitte Reisenberger verfasste das Buch „Schwarzbuch Gold“, in dem neben ihrem Reportagethema „Goldrausch in Ghana“ auch der Goldbergbau in Südafrika, Kambodscha und Rumänien behandelt wird – ergänzt durch Recherchen in Indien und China, den wichtigsten Goldkonsumentenländern.
Die Jury des World Young Reader Prize hat REPORTER in der Kategorie „Making the news“ mit einer Special Mention ausgezeichnet und zeigte sich sehr beeindruckt, da das Projekt einerseits darauf abzielt, neue Talente zu entdecken, und andererseits auch einen Buzz-Effekt für professionellen Journalismus in der jungen Zielgruppe kreiert. Und einige Jurymitglieder hätten wohl davon geträumt, selbst einmal REPORTER gewesen zu sein. “I would dream about doing this myself. This project is trying to make journalism sexy again, and finding talent is increasingly difficult for newspapers. It was also designed to provide the paper with quality content and the execution was remarkable -- in-paper ads drive imagination, a top-class sponsor for the project etc.”
“Die Presse” bedankt sich bei der WAN-IFRA und der Jury des World Young Reader Prize für die Auszeichnungen und bei ihren Projekt-Partnern - VERBUND, dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, NOKIA, ERSTE Stiftung und FM4 - für die Unterstützung.
Gleich zwei Auszeichnungen für die „Presse“
beim World Young Reader Prize 2012
(DiePresse.com)
EDUARD, der mit 50.000 Euro Preisgeld dotierte Education Award der „Presse“ für innovative Schulprojekte powered by Verbund, und REPORTER, der Nachwuchsreporter-Wettbewerb der „Presse“ wurden von der Jury der WAN-IFRA beim diesjährigen World Young Reader Prize am 10. Juli in Bangkok als besonders wertvolle Projekte ausgezeichnet.

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