20.05.2013 10:15 Merkliste 0

Mitgestalter zweifelt an Zentralmatura

 (Die Presse)

Der für den Schulversuch zuständige Mathematik-Didaktiker Werner Peschek stellt nicht nur eine gelungene Vorbereitung in der Klasse infrage, sondern warnt auch vor Niveauverlust und fordert Übergangsregelungen.

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Wien/Apa/Rovi/J.n. Zweifler an einer gelungenen Umsetzung der Zentralmatura gab es bereits viele. Nun kommt jedoch einer hinzu, der selbst für die Konzeption der neuen Mathematik-Reifeprüfung zuständig war: Werner Peschek, Mathematik-Didaktiker an der Universität Klagenfurt. Er stellt nicht nur eine gelungene Vorbereitung in der Klasse infrage, sondern schließt auch einen damit einhergehenden Niveauverlust nicht aus.

Seine Befürchtung: Um den politisch vorgegebenen Zeitplan einzuhalten, könnten die Ansprüche zurückgenommen werden. Nährboden für diese Annahme sind die Maßstäbe, die das für die Zentralmatura zuständige Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE) anwendet. Denn während seine Forschergruppe die Beispiele für die zentrale Mathematikmatura auf Basis des Lehrplans, theoretischer Überlegungen und von Gesprächen mit Lehrern erstellte, berücksichtigt das BIFIE bei der Zusammenstellung der Aufgaben auch, was die Schüler derzeit bewältigen können. Sprich: Als Maßstab für den Schwierigkeitsgrad gilt nicht nur das, was die Schüler können sollen, sondern auch ihr derzeitiges Leistungsniveau. Letzteres wurde im Zuge der Feldtests erhoben. „Wenn Zentralmatura heißt, den Ist-Zustand zu zementieren, dann wäre das nicht nur Stillstand, sondern sogar ein Rückschritt“, sagt Peschek.

 

Keine Anpassung an Leistung

Auf Unverständnis stößt der Vorwurf beim BIFIE. Die Feldtests seien „auf keinen Fall vordergründig dazu da, die Zentralmatura an das bestehende Leistungsniveau anzupassen“, sagt Gabriele Friedl-Lucyshyn, Leiterin des Wiener BIFIE-Zentrums. Aber: Natürlich müsse darauf geachtet werden, dass die Beispiele „für die Schüler gut machbar sind“. Sie sollten weder zu schwer noch zu leicht sein. Unter anderem brauche es genau dazu die Feldtests.

Dass mit Werner Peschek ausgerechnet ein Experte Kritik übt, scheint für das BIFIE wenig überraschend. „Peschek war von Beginn an nicht wie wir vom Wert der Feldtestungen überzeugt“, sagt Friedl-Lucyshyn. Für Verärgerung bei Peschek könnte gesorgt haben, dass das BIFIE die Aufgabenentwicklung früher als geplant ins eigene Haus geholt hat.

An dem Start der Zentralmatura im Jahr 2014 will Peschek zwar nicht rütteln, eine ideale Vorbereitung sei im Bereich Mathematik bis dahin aber dennoch nicht möglich. Die Veränderungen in Mathematik seien eben größer als jene in Deutsch und den Fremdsprachen. Der Unterricht müsse sich grundlegend verändern und vermehrt auf das Verständnis der mathematischen Aufgaben abzielen. Dafür sei die Zeit bis 2014 aber zu kurz.

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) empfiehlt er deshalb dringend, Übergangsregelungen zu schaffen. So könnte etwa in Klassen mit besonders vielen Nicht genügend der Beurteilungsmaßstab so gesenkt werden, dass maximal 30 Prozent der Schüler durchfallen. Allerdings müsse dann auch explizit geklärt werden, wie das schlechte Ergebnis zustande gekommen ist und wie es künftig verhindert werden soll.

 

„Riskantes Unternehmen“

Der vom Ministerium engagierte Experte hat noch mehr Forderungen: Es müsse mehr Mut zur Ehrlichkeit geben. „Die Zentralmatura ist zumindest in den ersten Jahren ein riskantes Unternehmen, und das sollte man auch sagen“, so der Didaktiker.

Das Ministerium will der Verunsicherung derweil mit freiwilligen „Kompetenzchecks“ in der siebten und achten Klasse der AHS sowie mit einer Probematura entgegenwirken. Seit vergangenem Dienstag ist auch die Reifeprüfungsverordnung veröffentlicht, in der Details bis zur Verwendung des Taschenrechners geregelt sind. Schmied versichert, dass die Vorbereitungen zur Mathematik-Klausur „auf Hochtouren laufen“. Sie räumt aber ein, dass man „sicherlich noch zulegen“ müsse, und kündigte eine Infokampagne an.

Auf einen Blick

Bei der Zentralmatura müssen ab dem Schuljahr 2013/14 an den AHS und ein Jahr später an den BHS alle Schüler am selben Tag identische Aufgaben in Deutsch, Mathematik und den Fremdsprachen lösen. Kritik an der Vorbereitung gab es im Bereich Mathematik. Nun stellt sogar einer der zuständigen Experten den Start 2014 infrage.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.06.2012)

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61 Kommentare
 
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Gast: Elsa
04.06.2012 14:12
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Bifie- für 10 Millionen Euro pro Jahr liefert bifie jedes gewünschte Ergebnis

Das Bifie ist so hoch finanziert - 10 Millionen Euro pro Jahr plus diverse Zusatzzahlungen - dass dort jedes Ergebnis so aussieht wie es die Ministerin eben will. Einige haben sich dort in den letzten Jahren ein Vermögen verdient, aber geliefert hat das biefie bisher nur Schrott. Das große Geld haben sich einige aufgeteilt, den Schaden hat ganz Österreich.

Gast: blaise pascal
01.06.2012 15:24
6 0

Fakt ist:

Ab 2014 sollen die (derzeit 16jährigen Schüler) zur teilzentralen Matura antreten.

Der Gesetztestext dazu wurde vor 2 Tagen veröffentlicht - wurde ja irgendwann auch höchste Zeit, immerhin wurden die Schüler ja bereits 2 Jahre lang in der Oberstufe unterrichtet, ohne zu wissen, wie die Abschlussprüfung dann konkret ausschauen wird.

Auch wenn sich in vielen Bereichen erst jetzt die "Nebel lichten", auch wenn erst vor kurzer Zeit seitens des Ministeriums veröffentlicht wurde, welche Schulbücher denn überhaupt die neue Form der Matura unterstützen würden, wird stur am Termin 2014 festgehalten, koste es, was es wolle.

Die Zentralmatura an sich ist nicht schlecht, das Problem ist der Dilettantismus, um nicht zu sagen, Pfusch, mit dem sie seitens der Verantwortlichen vorbereitet wurde.
Und da liegt der Hund begraben, nicht in der Prüfung selbst.

Jeder normale Mensch beginnt seinen Hausbau beim Keller und setzt dann ein Haus drauf - WIR im österreichischen (Schildbürger)Bildungssystem beginnen mit dem Dach und versuchen dann, irgendwie das dazugehörige Haus darunterzuschieben.
Und jetzt beginnen sogar schon beteiligte "Baumeister" (z.B. Herr Peschek) daran zu zweifeln, dass dieser "Hausbau" so funktionieren kann.
Eine weise Meinung, aber ein bisserl spät halt.
Schade für genau DIE Kinder, die's jetzt "erwischt".

Re: Fakt ist:

"Schade für genau DIE Kinder, die's jetzt "erwischt"."

Es wird keine Kinder erwischen bzw. (viel) weniger als bisher in Mathematik.
Der Grund ist ganz einfach: das Projekt darf politisch einfach nicht scheitern.
Im Prinzip wird es wohl noch nie eine so billige M-Matura gegeben haben als dann 2014.

Re: Fakt ist:

Peschek hat schon vor 2 Jahren gesagt, dass der Termin 2014 zu früh sei.
Außerdem hat er Feldtestungen zur Anpassung des Aufgabenniveaus an den IST-Zustand immer schon abgelehnt.
Das bifie und das Ministerium bekamen daraufhin Ohrensausen und haben Peschek "teilentmachtet".

Gast: Die Katze und ihr Schwanz
01.06.2012 15:06
2 0

Ziel des BIFI und seiner Ministerien ist der durchschnittliche Lehrer.

Unter dem Vorwand Ungerechtigkeiten zwischen den Lehrern zu beseitigen, werden zuerst die Durchschnittschüler der jetzt unterrichtenden Lehrer ermittelt. Dann wird den Lehrern der typische Durchschnittsschüler vor die Nase gehalten und es wird ihnen gesagt: Das sollt ihr zumindest erreichen. Also wird jeder Lehrer an jenem Leistungsmaßstab gemessen, den er schon bisher angelegt hat. Diese ministerielle Gerechtigkeits- und Fortschrittlsogik verstehe, wer kann.

Gast: Gast 63
01.06.2012 14:41
3 1

Reform des Mathematikunterrichtes

Der Mathematikunterricht muss zuerst in der Weise reformiert werden, dass in der Pflichtschule wieder mehr auf die Rechentechnik geachtet wird: dass das Rechnen mit Dezimalzahlen und mit Bruchzahlen kein Abenteuer mit ungewissem Ausgang wird, dass das Lösen von Gleichungen und das Umstellen von Formeln fehlerfrei abläuft. Auch das Lernen von Formeln („Stehen eh im Formelheft!“) sollte wieder verlangt werden – auch sie gehören zu dem Werkzeug, das man braucht, um mathematische Probleme nicht nur erkennen sondern auch richtig LÖSEN zu können. In der Oberstufe soll man einzelne Werkzeuge nicht nur gezeigt bekommen, sondern ihre Anwendung EINÜBEN. Das ist kein Abarbeiten und Auswendiglernen von Rezepten – das ist ein Kennenlernen der Einsatzmöglichkeiten. Damit kann man sich dann auch an komplexere Aufgaben heranwagen, wie man sie in manchen Maturaarbeiten einiger Schulen in früheren Zeiten fand.
Und: die Lehrenden an den Hochschulen müssten ihren Studenten nicht erst die Grundlagen beibringen

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Re: Reform des Mathematikunterrichtes

Die Lehrenden an den Hochschulen beklagen sich gerade darüber, dass die Grundlagen nicht beherrscht werden ! Eine Vertiefung der Grundlagen ist somit allemal besser als die Schuler zu hochkomplexen Lösungsverfahren hinzutrainieren, die sie ohnehinnicht verstehen.

Gast: Bebi
01.06.2012 13:45
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Matura = Maturashow - wo zu?

Das Abschlußzeugnis der 8. Klasse im Gymnasium und der 5. Klasse der HTL sollte gleichzeitig das Maturazeugnis sein.
Bis zu dieser Schulstufe hat der Schüler durch viele, viele Prüfungen bewiesen das er das vermittelte kann.
Die Matura in der heutigen und zükünftigen Form ist nur Show, sonst nichts!
Die Matura ist eine öffentliche Prüfung, gehen sie die Schule und höhren sie zu. Üben sie aber zu Hause wie lautes Lachen zu verhindern, sonst wird sie der Vorsitzende hinauswerfen.

Und ein haufen Geld wird auch noch gesparrt.

Re: Matura = Maturashow - wo zu?

Dem kann ich nur zustimmen.

Das Abschlusszeugnis der 8. Klasse AHS bzw. 5 Klasse BHS zeigt ja schon alle Fertigkeiten des Schülers auf - und das auch noch ganzheitlich, da kein Fokus auf 5-6 Fächer gelegt wird.

Darüber hinaus ist es nicht mehr zeitgemäß das Wissen und Können in einer einzelnen, punktuellen Prüfung abzufragen. Eine Momentaufnahme kann nie so viel aussagen, wie eine Langzeitbeobachtung.

Re: Re: Matura = Maturashow - wo zu?

naja, dient ja eigentlich mehr einer externen Kontrolle der Lehrer die Matura... warum dann hier so gejammert wird ist mir auch ein Rätsel..

ausser lehrern könnt so eine zentral Matura doch keinen stôren!

Antworten Antworten Antworten Gast: Abdisu (kein Lehrer)
01.06.2012 19:27
0 1

Re: Re: Re: Matura = Maturashow - wo zu?

Sehr eindrucksvoll, über welche Rechtschreibkenntnisse Sie und der Fachmann Bebi verfügen. Sie sollten sich beim BIFIE bewerben, Ihnen winken Traumkarrieren.

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schwachsinn

als frischer maturant kann ich nur sagen, dass die zentralmatura schwachsinnig ist! in manchen fächern hatten wir teilweise unterlagen und skripten die 30 jahre alt waren (zb. franz. texte zu ausländerproblematik aus 1982). manche lehrer scheißen sich einfach nix wie will man da ein gscheites niveau bringen ? außerdem sollte der unterricht auch von den schülern mitgestaltet werden (zb. gsk/d wurden die themenschwerpunkte nach interesse der klasse gewählt) da verhindert die zentralmatura auch einen individuellen lehrplan ... solang gefühlte 75% der lehrer auf lenz machen und man sich in den fächern teure nachhilfe besorgen muss spielts halt kein gehobenes niveau in ganz österreich ! natürlich gibt es auch ausnahmen wo die lehrer nach ihrer unterrichtszeit am abend freiwillige nachhilfe geben, immer neuestes material dabeihaben und sich wirklich mit den problemen der schüler beschäftigen aber leider gibts davon zuwenige.

Re: schwachsinn

und was war jetzt das Argument dagegen ;)

Zentralmatura hebt das Niveau! Nur muss das arrivierte Lehrpersonal in der Jetztzeit ankommen!

... mich erschüttert der widerstand vieler lehrer, die einfach nicht dazulernen wollen.

der bemühte niveauverlust scheint mir nämlich keiner zu sein, denn wenn man stimmen von älteren lehrpersonen hört, gewinne ich zunehmend die meinung, dass die zentralmatura das niveau massiv heben wird. siehe angst vor der mathematura.

die fehlende individualisierung kann neben grundthemen übrigens noch immer platz haben

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Re: Zentralmatura hebt das Niveau! Nur muss das arrivierte Lehrpersonal in der Jetztzeit ankommen!

Posten Sie immer den gleichen Schwachsinn?

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Re: Zentralmatura hebt das Niveau! Nur muss das arrivierte Lehrpersonal in der Jetztzeit ankommen!

Was sind denn sie für einer? Im System Schulverwaltung oder Höhere Pädagogik? Von der Arbeit der Lehrer in der Schule haben sie wohl keine Ahnung. Reden sie von außen so g`scheit hinein. Ihre Beiträge sind alle ein Hohn auf die Arbeit der Lehrer vor Ort-und auch überflüssig und arrogant. Solche Stimmen erreichen uns zur Genüge von "oben".

Re: Re: Zentralmatura hebt das Niveau! Nur muss das arrivierte Lehrpersonal in der Jetztzeit ankommen!

Er ist einfach ein TROLL und hat jetzt im Presseforum eine TROLLWIESE gefunden.
Am besten wäre es, ihm kein Futter zu geben, aber leider findet sich immer wieder ein Mitleidiger, der ihm etwas hinwirft ;-)

Zentralmatura zu riskant?

Ich persönlich halte das Projekt Zentralmatura für einen guten Ansatz, um das Niveau gesamtösterreichisch zu heben - wenn man es ohne statistische Tricks durchzieht.
Warum aber niemand auf die Idee kommt, die erste Zentralmatura jenen Jahrgängen angedeihen zu lassen, die in 8 Jahren maturieren, und diese in dieser Zeit auf ein entsprechendes Leistungsniveau zu bringen, verstehe ich nicht.
Vielleicht wäre es dann möglich - zumindest sinnvoll - nur jene zur Matura zu bringen, die auch "reif" dafür sind.
Jedenfalls sollte es dann nicht mehr möglich sein, daß, wie man dieser Tage lesen konnte, jeder vierte oder fünfte AHS-Schüler der vierten Klasse nicht ausreichend lesen kann.
Ich fage mich schon, was solch ein Schüler in einem Gymnasium verloren hat?
Fällt das niemand auf? Ist es den Schulbehörden egal? Ist es politische Vorgabe, daß auch Teilanalphabeten Matura machen dürfen/sollen?
Mit einer Perpetuierung, der seit den 70ern passierenden Nivellierung nach unten ist niemand geholfen, weder den Schülern, noch der österreichischen Gesellschaft und schon gar nicht der Wettbewerbsfähigkeit Österreichs.
Es ist kein Zufall, daß deutsche Abiturenten bei Aufnahmetests meist besser abschneiden als österreichische Maturanten.

Zitat Heisenberg:

Viele wissen nicht, wie viel man wissen muss, um zu wissen, dass man nichts weis.

Dies zu verstehen wird den zukünftigen MatiurantInnen leicht gemacht...

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Macht es doch

wie die gelobten Gesamtschulländer im Osten.
Keine Matura! Jede Universität macht Aufnahmsprüfungen und sucht sich so die Studenten aus, die sie brauchen kann.
In der Wirtschaft geht es auch so. Nicht jeder muss genommen werden. Das ist hart, garantiert aber das Funktionieren.

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Re: Macht es doch

Genau, ich habe jetzt jemanden Einstellen müssen, weil seine Mama den Chef kennt.

Gast: rohrstaberl
01.06.2012 07:52
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Was nicht passt wird passend gemacht!

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:
Wenn die Leistungen nicht passen, dann muss man halt den Beurteilungsmaßstab so ändern, dass es wieder passt (laut Ministerin).

Dabei wurde angeblich die Zentralmatura deswegen eingeführt, damit endlich österreich- bzw. europaweit die Ergebnisse VERGLEICHBAR werden.

Und dann werden Beurteilungsraster "angepasst", um die Ergebnisse auf den richtigen Durchschnitt hinzutricksen.
Das kann's ja wohl nicht sein, dass jetzt - staatlich verordnet - Gesetze "gebogen" werden, nur damit's politisch passt.
Das ist schlicht und einfach Betrug an den Leistungen der guten SchülerInnen und Augenauswischerei bei den Leistungen der schlechteren Schüler.
Welche Auswirkungen (Numerus clausus) das auf eventuelle Studienmöglichkeiten z.B. in Deutschland haben wird, ist noch gar nicht abzusehen!

Oder kann man sich analog dazu vorstellen, dass das Leichtathletiklimit für die EM für einige Sportler 10 Sekunden, für andere 15 oder 20 Sekunden (je nach individueller Fähigkeit) beträgt?

Nach Schmied'scher Logik und Bewertung wäre somit Österreich eigentlich auch Fußballweltmeister, denn für ihre individuellen Verhältnisse spielen sie ja eh super!
Dann erfinden wir noch den Titel "Weltmeister in Österreich" und alles ist leiwand!

Antworten Gast: voer
01.06.2012 09:44
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Re: Was nicht passt wird passend gemacht!

Wenn sich ihr Kommentar auf diesen Artikel bezieht, haben Sie sich allerdings verlesen. Denn hier steht : "Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) empfiehlt er (also der angesprochene Mathematik-Didaktiker Werner Peschek) deshalb dringend, Übergangsregelungen zu schaffen. So könnte etwa in Klassen mit besonders vielen Nicht genügend der Beurteilungsmaßstab so gesenkt werden, dass maximal 30 Prozent der Schüler durchfallen." Das heißt für mich, dass er einerseits vor eine Niveauverlust warnt, andererseits selbst einen vorschlägt, was für mich nicht ganz konsistent ist. Die andere Seite für mich ist, dass genau dieses Vorgehen mit Sicherheit im bestehenden Modell in jeder Schule stattfindet. Statt zu polemisieren sollten wir uns oder jene, die sich damit beschäftigen mal fragen, an welchen Messpunkten können sich die Leistungen der Schüler denn orientieren und wie aussagekräftig eine Messung ist, sein kann und sein wird.

Gast: Abdisu (kein Lehrer)
01.06.2012 06:43
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Schrecklich, diese Gestaltungswut

ohne fachliche Voraussetzungen, ohne Sinn und Verantwortung, nur um sich an den Lehrern zu revanchieren, die sich den Wahnsinnsplänen entgegengesetzt und die Ministerin zum Auslaufmodell zermürbt haben. Ich denke mir allerdings: Wenn sie wirklich gehen muss und Rudas oder Heinisch-Hosek kommen, werden wir der Amtsinhaberin noch nachweinen. Schmied isoliert sich mit ihrem Ungeschick wenigstens selbst, aber die anderen Damen haben ja Rückendeckung von oben. Der Presse nochmals Dank, dass sie sich in der Unbildungsfrage endlich positioniert. Sind die Binnen-I-Praktikantinnen auf Urlaub oder ist Vernunft eingekehrt?

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nivellierung nach unten


war mit der linken gleichmacherei vorprogrammiert.

es lebe der kommunismus !

Antworten Gast: Haluzinelle
02.06.2012 01:47
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Re: nivellierung nach unten

es lebe das Kindergartenniveau in diesem Forum!

 
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Eduard 2013

Schlagzeilen Bildung