300 Bord-Mitarbeiter sollen die AUA verlassen

29.05.2012 | 20:52 |   (DiePresse.com)

Mehr als 100 Piloten und 200 Flugbegleiterinnen wollen ihr Sonderkündigungsrecht angeblich nutzen. Bei 113 Piloten-Abgängen könnte ein halbes Dutzend Flüge nicht abheben.

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Wieviele AUA-Kapitäne und Flugbegleiterinnen den Austritt gewählt haben, weil sie nicht zur billigeren Tyrolean ausgelagert werden wollen, soll erst am 2. Juni fest stehen. Am heutigen Dienstagnachmittag wurden gegenüber der APA gut hundert bis 110 Piloten und etwa 200 Flugbegleiter genannt, die vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen wollten. Offizielle Angaben gibt es bisher nicht.

Die AUA geht aktuell davon aus, ohne gröbere Probleme im Flugbetrieb durch den Sommer zu kommen. Da darf der Pilotenstreit aber nicht noch einmal eskalieren.

Kritische Grenze: 113 Piloten

Intern hat das Management schon einmal durchrechnen lassen, dass beim Abgang von beispielsweise 113 AUA-Piloten ein halbes Dutzend Flugzeuge nicht abheben könnte. Gegen drohende Ausfälle könnten vorübergehend Lufthansa und Swiss einspringen. Auch will die Gesellschaft auf umgeschulte Tyrolean-Piloten zugreifen können. Für den Notfall wurde zudem schon einmal der Einsatz von Leasing-Personal erwogen.

Mit dem Betriebsübergang will die AUA bei Gagen und Pensionen ihrer Bord-Beschäftigten künftig viel Geld einsparen. Vom Zwangsumstieg des Austrian-Flugbetriebs auf die Regionaltochter sind nach AUA-Angaben knapp 600 AUA-Piloten und rund 1500 AUA-Flugbegleiterinnen (Ausgangspunkt: Stand Ende April) betroffen - nicht eingerechnet die aktuellen Abgänge. Bei Tyrolean sind derzeit 440 Piloten und 500 Flugbegleiterinnen angestellt.

(APA)

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41 Kommentare
 
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Gast: Adieu, adieu
31.05.2012 20:26
0

A Dios, und lasst Euch nicht mehr blicken

jetzt habt ihr die Möglichkeit, Eure Zukunft zu gestalten, doch das wird sehr schwer sein.
A Deus se disse quando um pessoa nao volta mais.

Gast: Niko Laus
31.05.2012 17:37
1

Neidhammeln

Einige Kommentatoren strotzen vor Neid und Intoleranz-keine Ahnung von den Problemen
aber ihren Senf abgeben
1.Es ist richtig dass die AUA sanierungsbedürftig war und ist..manche Privilegien mausern sich gerade in Staatsbetrieben zu beachtlichen Personalkosten
2.nur Neidhammel geifern über die für manche beachtlichen Abfertigungssummen-die Betroffenen werden das Geld brauchen,falls es am Arbeitsmarkt nicht so klappt-und es ist ihr Geld
3.Tatsache ist aber auch, dass die Flüge einfach zu billig sind,gemessen an den Umweltkosten
Es ist wie bei den Kernreaktoren,für die Folgeschäden wird nicht vorgesorgt
Allein die Umweltverschmutzung durch sinnlose Billigsdorferaktionen,etc gehören verboten.Fliegen aus purem Vergnügen kostet und für Vielflieger gibt es ja Boni
4.Und wieder sind es die beschissenen Sanierertypen die auf Teufel komm raus
Einsparungen anordnen,die Gewinne maximieren und die Verluste sozialisieren,also den Steuerzahlern überlassen..
5. Solange die Konzerne nicht in die Pflicht genommen werden(u.zw. ALLE) und die Gewinne nicht in ihrem Ursprungsland reinvestieren,verflüchtigt sich das Kapital
und es fehlt das Geld zur Schaffung neuer Arbeitsplätze

Gast: 1. Parteiloser
30.05.2012 09:23
2

Überraschend Wenige, überraschend Vernünftig!

Die Verlockung jetzt mal schnell die Abfertigung zu kassieren und den noch günstigen Steuertarif von 6% zu verwenden ist extrem hoch. Dieser begünstigte Steuersatz erscheint auch irgendwie Gleichheitswidrig und langfristig sehr Gefährdet zu sein.

Die Möglichkeit des kurzfristigen Austritts und dann den Übergang zur Tyrolean zu machen, der ist ja auch nicht gänzlich unmöglich. Das Personal wird ja benötigt.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich in den letzten 2 Tagen noch eine Menge Betroffener für diese Lösung entscheiden werden.

Bei dieser Ausgangslage ist ein so geringer Anteil von Menschen, welche auf persönliche Rechte zu Gunsten des Überlebens des Unternehmens verzichten, eine echte Wohltat in dieser Gesellschaft. Politiker, welche ja durchgängig degeneriert sind, die hätten zu 100% abkassiert.

Re: Überraschend Wenige, überraschend Vernünftig!

warum sollte man in diesem fall nicht die 500.000 Abfertigung (alt) nehmen - sie stehen einem vertraglich zu- und dann wo anders anfangen??
genau das hatten schon zig andere Aua Piloten vor einiger zeit gemacht ( hat der AUA 112 mill. EUR gekostet) und heute fliegen einige von denen noch immer bei Air Berlin und Flyniki.
jeder dem das zusteht wäre dumm es nicht so zu machen. man lässt ja auch einen Lottogewinn nicht verfallen und löst ihn nicht ein...

Gast: Vernunftwende
30.05.2012 08:10
3

Tadelloses betriebswirtschaftliches Denken seitens der Angestellten, in 100%iger Übereinstimmung mit den Prinzipien der Marktwirtschaft.

Wenn dein Arbeitgeben unfähig ist ein Erfolgsmodell zu schaffen dann kündigt man eben und sucht sich einen besseren Arbeitgeber. Klar, die Zusatzzuckerl wie bei der AUA wird es anderswo nicht mehr geben. Aber rein auf das Gehalt bezogen verdienen die Piloten anderswo besser, und das noch mit einem geringeren Steuersatz.

Gast: Lecter
30.05.2012 03:47
7

Unfit...

Die Herrschaften leben in einer Traumwelt jede Fluglinie wird sich genau ansehen wer unfit to fly war und sich die Laus nicht in den Pelz setzen. Beim AMS wird dann schon die Ernüchterung einsetzen.

Oder anders gesagt: mehr als 80% bleiben

So schlecht kanns also doch nicht sein bei der AUA.

Antworten Gast: MH
30.05.2012 05:52
6

Re: Oder anders gesagt: mehr als 80% bleiben

zynisch u. idiotisch;

Antworten Antworten Gast: Burmester
30.05.2012 07:21
0

Re: Re: Oder anders gesagt: mehr als 80% bleiben

Angesichts dessen, dass der Oberbordsbetriebsratskasperl von über 300 Abgängern gesprochen hat: slap in the face!

Re: Re: Oder anders gesagt: mehr als 80% bleiben

Aber die Wahrheit !

Gast: UKW
29.05.2012 23:35
1

Ich hoffe die Typen stellen sich nicht nächstes Monat beim Arbeitsamt um Steuergeld an, wenn sie freiwillig ihren Arbeitsplatz kündigen um einen Batzen Abfertigung zu kassieren


Antworten Gast: MH
30.05.2012 07:16
3

Re: Ich hoffe die Typen stellen sich nicht nächstes Monat beim Arbeitsamt um Steuergeld an, wenn sie freiwillig ihren Arbeitsplatz kündigen um einen Batzen Abfertigung zu kassieren

der Neid ist etwas Grausliches;

Die Abfertigung ist kein Geschenk an Arbeitnehmer vom Arbeitgeber oder Staat;
Hoffentlich wissend, Abfertigungskonten werden aus Mitteln zurückbehaltener Lohnanteile auf Basis erbrachten Arbeitnehmerleistungen gespeist, welche beim Ausscheiden nach entsprechender Anzahl für das Unternehmen geschufteter Arbeitsjahre ausbezahlt werden;
Offensichtlich dürften Sie mit Arbeit u. Leistung selbst wenig am Hut haben.

Herr sei nur jenen gnädig, die mangels Unvermögen den (sieben) Todsünden mehr oder weniger ausgeliefert sind u. in Lasterhaftigkeit u. Sünde ihr Dasein fristen müssen

Antworten Antworten Gast: Martin_S
30.05.2012 11:31
1

Re: Re: Ich hoffe die Typen stellen sich nicht nächstes Monat beim Arbeitsamt um Steuergeld an, wenn sie freiwillig ihren Arbeitsplatz kündigen um einen Batzen Abfertigung zu kassieren

Ihr Gesumse betrifft höchstens die "Abfertigung Neu" (da wird ein Teil des Bruttogehaltes einbehalten - so in etwa 1-2 Prozent), aber sicher nicht "Abfertigung Alt" - und DIE ist ein Geschenk! Sie dürften absolut keine Ahnung haben, aber darauf können Sie stolz sein! Mit Wissen dürften Sie nix am Hut haben!

Re: Re: Re: Ich hoffe die Typen stellen sich nicht nächstes Monat beim Arbeitsamt um Steuergeld an, wenn sie freiwillig ihren Arbeitsplatz kündigen um einen Batzen Abfertigung zu kassieren

Seit wann ist eine Abfertigung ein Geschenk?

Re: Re: Re: Ich hoffe die Typen stellen sich nicht nächstes Monat beim Arbeitsamt um Steuergeld an, wenn sie freiwillig ihren Arbeitsplatz kündigen um einen Batzen Abfertigung zu kassieren

@ Martin_S

aber sicher nicht die "Abfertigung Alt" - und DIE ist ein Geschenk!

und DIE ist ein Geschenk ? Auf welchem Planeten leben Sie denn ?

Wenn ein Unternehmen einen Mitarbeiter (unter der Abfertigung Alt) anstellt dann ist er verpflichtet eine Abfertigungs-Rückstellung für diesen Mitarbeiter gemäß dem Kollektivvertrag zu bilden und falls die Umstände zutreffen diese Abfertigung auszubezahlen.

Die Abfertigung Alt (die Rückstellung und der Betrag der ausbezahlt wird) sind Teil des Personalaufwandes !

Jemand der so ahnungslos ist sollte keine Postings schreiben.


Re: Re: Re: Re: Ich hoffe die Typen stellen sich nicht nächstes Monat beim Arbeitsamt um Steuergeld an, wenn sie freiwillig ihren Arbeitsplatz kündigen um einen Batzen Abfertigung zu kassieren

Die Abfertigung alt bei der AUA hat nichts mit der gesetzlichen Abfertigung alt zu tun. Auf Grund der Höhe kann man sie durchaus als vertraglich zugesichertes Geschenk sehen, noch dazu, weil es, soweit ich informiert bin, für diese hohen rein vertraglichen Abfertigungen auch nur die 6% Steuerregel gilt.

Und wenn Sie das Wort Geschenk nicht wollen, dann kann man es ja auch "Zuckerl " nennen.
und nein ich bin nicht neidig, mir ist es wirklich egal, was dort wer bekommt.
Grundsätzlich sollte Verantwortung und Ausbildung bezahlt werden, ob über späte Zuckerln oder ehrliche Jahreslohnsummen, die diese ganze Diskussion erspart hätten.
14 Gehälter, davon Weihnachts - und Urlaubsgeld, ist ja auch eine eEntmündigung. Als ob man es sich nicht selber einteilen könnte

113 Piloten für 6 Flüge?

Da müssen's ja Pleite gehen...

Re: 113 Piloten für 6 Flüge?

Für den gewinnbringenden Einatz eines Flugzeuges werden mindestens 5 Besatzungen benötigt. Das heißt bei 113 Abgängen fehlen 56,6 Besatzungen, das geteilt durch 5 ergibt 11,3 stehende Flugzeuge. Offensichtlich glaubt man davon 5,3 Flugzeuge mit "Fremdbesatzungen" operieren zu können und die restlichen 6 stehen dann tatsächlich und verursachen immense Kosten.

Antworten Antworten Gast: Der Wahnsinn
30.05.2012 10:10
1

Re: Re: 113 Piloten für 6 Flüge?

Die Rechnung stimmt so leider nicht. 90% der Abgänge sind nämlich Kapitäne. Ich rechne zumindest für Juli und August mit doppelt so vielen Fliegern die am Boden bleiben.

Re: Re: Re: 113 Piloten für 6 Flüge?

es gibt genug Copiloten die sofort Kapitän werden können. das ist kein Problem

Antworten Gast: 1298
30.05.2012 08:44
3

Re: 113 Piloten für 6 Flüge?

Es sind 6 Flugzeuge, was in etwa 15% der Produktion entspricht.

Re: 113 Piloten für 6 Flüge?

Die Rechenkünste der Leute der Lufthansa scheinen auch etwas eingeschränkt zu sein. Es dürften aber sechs Strecken gemeint sein.

Die hätten damit rechnen müssen, dass viele aus diesem Anlass gehen. Das ist doch keine Überraschung. Dass das fast jeder tut, der eine hohe Abfertigung bekommt, ist doch klar.

Nachdem sich die in den letzten Wochen so arg aufgeführt hatten, werden die auch keine sonderliche Solidarität mit dem Unternehmen einfordern können.

Eine Airline mit wenig Bordpersonal hat halt nicht wirklich viel zu bieten.

Dass die jetzt auf die Schnelle quaifizierten Ersatz bekommen, der billiger ist, ist wohl nicht sehr wahrscheinlich.

Ich denke, die werden den Übergang zur Tyrolean noch ein paar Monate verschieben und bis dahin Ersatzpersonal suchen. Wenn nämlich noch mehr kündigen als es jetzt schon angekündigt haben, dann haben die wirklich ein erhebliches Problem.

Re: Re: 113 Piloten für 6 Flüge?

die Lufthansa kann sehr gut rechnen, und wird den Verlust leicht kompensieren können , da sie mehr. als 5000 qualifizierte Piloten hat, und Dutzende Flugschüler (NFF) die sich baldigst einen Job wünschen.

Gast: egi
29.05.2012 23:25
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Ein Glück!

Ein Glücksfall, dass die AUA nicht mehr uns, den Steuerzahlern gehört. Unsere Politiker und hätten unsere Steuergelder diesen unverschämten LohnempfängerInnen in den Rachen geworfen. Betriebsräte und Gewerkschaft, die so agieren haben in unserer Gesellschaft nichts mehr verloren, sie leben bereits in einer Parallelwelt!

Re: Ein Glück!

Also, - gefällt mir, aber ganz so stimmt das nicht. Die AUA kostet uns trotz allen noch immer viel Geld und die Lufthansa macht nur was sich unsere, die an Inkompetenz und Unfähigkeit nicht zu übertreffende Politiker und Möchtegern - und du nix wissen -Managern, sich nicht trauten oder aus Nichtverständnis gar nicht auf die Idee kamen außer € 500 000 000,00 dem schlechten Geld nachzuwerfen. Und liebe Leute, ganz ehrlich......wenn ein Privater sich derartiges leistet dann gebe es wahrscheinlich Gefängnis und keine Boni. Und daher Sage ich wiederholend - ordnet alles und für den Rest gilt - Hau weg den Dreck......

uebersetzung

beim naechsten unfall ist die aua bankrott.

 
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