Rapid beendet Derby-Heimfluch mit 3:1-Sieg

Die Hütteldorfer feiern im 308. Duell mit Austria den ersten Heimsieg seit fast vier Jahren. Steffen Hofmann glänzt als dreifacher Assistgeber.

Rapid jubelt
Rapid jubelt
Rapid jubelt – GEPA pictures

Wien. Der 14. März 2010 hatte sich schon in die Köpfe der Rapid-Familie eingebrannt. An besagtem Tag war es Österreichs Rekordmeister letztmals gelungen, ein Heimspiel gegen die Austria zu gewinnen. Damals gab es ein 2:0 gegen den Erzrivalen zu bejubeln, fortan sehnten sich Spieler wie Fans gleichermaßen vergebens nach einem Prestigeerfolg. Als „komisches Gefühl“ bezeichnete Kapitän Steffen Hofmann die lange Serie der Sieglosigkeit vor dem 308. Wiener Derby – nach dem erlösenden 3:1 Sonntagnachmittag wirkte der 33-Jährige wie seine Mitspieler und Trainer Zoran Barisic dementsprechend erleichtert.

Dabei fanden die Hütteldorfer erst spät auf die Siegerstraße. In der 26. Minute war es Austrias Torjäger Philipp Hosiner, der beim Treffer von Neuzugang David de Paula als Vorlagengeber mit großer Übersicht bestach. Hosiners Pass in die Schnittstelle der Abwehr setzte den Spanier entscheidend in Szene, Schlussmann Jan Novota war kein Hindernis. Rapid aber verschwendete daraufhin keine Gedanken an eine Prolongation des Derby-Heimfluchs, bekam das Spiel zunehmend besser in den Griff. „Wir waren heute sehr aggressiv, haben dem Gegner gezeigt, dass wir unbedingt gewinnen wollen“, sagte Hofmann, der bei allen drei Toren als Assistgeber glänzen sollte. Sein Freistoß in der 36. Minute krachte an die Latte, Austrias zurückeilendem Innenverteidiger Kaja Rogulj sprang der Ball ans Bein und von dort unglücklich ins Tor.

Nach der Pause bestimmte Rapid das Geschehen, die vorgetragenen Offensivaktionen aber waren nicht zwingend genug – bis Hofmann in der 79. Minute zum Eckball antrat. Die Hereingabe des Deutschen verwertete Marcel Sabitzer aus zwei Metern per Kopf, Austrias Heinz Lindner musste sich Vorwürfe machen. Und als Mario Sonnleitner nach erneutem Hofmann-Eckball fünf Minuten später goldrichtig stand und zum 3:1 einschob, war die Hütteldorfer Derby-Welt nach fast vier Jahren endlich wieder in Ordnung.

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