5 HR-Trends im kommenden Jahr

Strategien für den Umgang mit dem zunehmenden Fachkräftemangel.

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Die österreichische Wirtschaft boomt. Laut dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung WIFO wird das BIP 2018 um 2,8 Prozent steigen. Durch den starken Wirtschaftsaufschwung nimmt der Personalbedarf im Fach- und Führungskräftemarkt zu.

Laut WIFO entwickelt sich die Nachfrage der Unternehmen rascher als das Angebot an Arbeitskräften. Auch die Digitalisierung bleibt 2018 ein Megatrend. Robert Szvetecz, Senior Manager bei Robert Half in Wien gibt fünf Tipps, wie Unternehmen auf diese Herausforderungen reagieren müssen.

1. HR-Abteilungen müssen gestärkt werden

Die Rekrutierung einer Fachkraft dauert im Schnitt mindestens zwei Monate. Bleiben Posten länger offen, muss das Unternehmen mit Produktivitätsverlust rechnen. Zudem werden die bestehenden Mitarbeiter einer höheren Belastung ausgesetzt. Um die Einstellungsdauern zu verkürzen müssen die Human-Ressources-Abteilung finanziell besser ausgestattet werden.

2. Digitalisierung wird Schwerpunkt bei der Weiterbildung

Die Digitalisierung wird im kommenden Jahr ein Schwerpunkt in den Weiterbildungsprogrammen von Unternehmen sein. Dabei geht es darum, die Mitarbeiter mit digitalen Kompetenzen auszustatten und auf neue Aufgaben vorzubereiten. Hier entsteht die Möglichkeit, dem häufig geäußerten Wunsch von Mitarbeitern nach Weiterentwicklung gerecht zu werden.

3. Anpassung der Führungskultur

Der Anspruch an die Führungskräfte, Coach und Mentor für ihre Mitarbeiter zu sein, ist durch die Digitalisierung noch größer. Sie müssen die richtigen Themen und Teams zusammenbringen und sie für ihre Aufgaben befähigen. Wer sich technologische Möglichkeiten zunutze macht, liegt klar im Vorteil. Individuelle Coachings und ein interner Erfahrungsaustausch sind hier der richtige Weg.

4. Die Arbeitswelt wird immer flexibler

Die Forderungen nach geringeren Wochenarbeitszeiten und der Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens zeigen: Arbeit und Arbeitszeitmodelle werden sich verändern. Immer mehr Unternehmen kommen dem Wunsch der Arbeitnehmer nach mehr Freizeit nach. Sie setzten auf flexible Arbeitszeitmodelle. Der Anteil an Mitarbeitern in Teilzeit, im Homeoffice oder mit geteilten Arbeitsplätzen (Job-Sharing) wird in den nächsten Jahren signifikant steigen.

5. Höhere Gehälter im Mittelstand und attraktive Zusatzleistungen

Der Kampf um die besten Fachkräfte wird vor allem im Mittelstand höhere Gehälter zur Folge haben. Außerdem werden neue Vergütungsmodelle eingeführt. Mitarbeitern wird es in Zukunft möglich sein, Teile ihres Gehalts gegen nichtfinanzielle Leistungen einzutauschen. Gerade bei zwei gleichermaßen interessanten Jobangeboten werden sich Bewerber für das attraktivere Gehaltspaket entscheiden.
 

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