Wo die Lehrlinge am zufriedensten sind

Lehrlinge I. Der Lehrlingsmonitor erfragte die Ausbildungsqualität von 6000 jungen Leuten.

(c) Pixabay

Wer Freude an der Ausbildung hat, engagiert sich mehr, so die These des Österreichischen Instituts für Bildungsforschung (öibf) bei ihrer Befragung von 6000 Lehrlingen im letzten Lehrjahr. Am besten kamen dabei die Ausbildung zu Bankkaufmann/frau, Speditionskaufmann/frau, Steuerassistenz, Informationstechnologie, Karosseriebautechnik, Versicherungskaufmann/frau, Metalltechnik und Verwaltungsassistenz weg. Lob gab es auch für die früher oft gescholtenen Bauberufe Maurer und Zimmerer.

Am anderen Ende der Skala finden sich die Ausbildung zu Friseur und Perückenmacher, Elektrotechnik, Einzelhandel, Maler und Beschichtungstechniker, Kfz-Technik, Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz, Tischler, Bäcker und Konditor. Und ausgerechnet jene Berufe in Gastronomie und Hotellerie, die so händeringend Nachwuchs suchen: Restaurantfachmann/frau und Hotel- und Gastgewerbeassistenz (siehe dazu auch "Sag, wie machen das die Kärntner?").

Bemängelt wurden Ausbildungsqualität, Arbeitsklima und arbeits- und sozialrechtliche Themen. So beschwerte sich mehr als ein Drittel (36 Prozent) über Überstunden, obwohl die für Unter-18-Jährige verboten sind. Drei von zehn ärgerten sich, oft ausbildungsferne Tätigkeiten ausführen zu müssen. An gemeinsame Projekte zwischen Lehrbetrieb und Schulen erinnerte sich nur jeder Fünfte.

Mehr als die Hälfte der Lehrlinge hätte sich auch über Unterstützung des Ausbilders bei der Lehrabschlussprüfung gefreut. Eine bessere Betreuung würde helfen, die Durchfallsquote (17,5 Prozent) und die Quote jener, die erst gar nicht antreten (4,2 Prozent), zu verbessern.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.03.2018)

Lesen Sie mehr zum Thema
Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      Wo die Lehrlinge am zufriedensten sind

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.