Neuzulassungen: Automarkt in EU legt im April stark zu

Der April war ein starkes Monat für die Autoindustrie. In der EU wurden 9,6 Prozent mehr Neuwägen zugelassen als vergangenes Jahr. Trotz Abgasskandal kann die VW-Group ihren Vorsprung am Markt ausbauen.

Auch dieses Jahr bleibt VW an Platz eins der Neuzulassungen.
Auch dieses Jahr bleibt VW an Platz eins der Neuzulassungen.
Auch dieses Jahr bleibt VW an Platz eins der Neuzulassungen. – (c) Jörg Sarbach

Der europäische Automarkt kommt in Schwung. Seit Jahresbeginn wurden um 2,6 Prozent mehr Autos neu zugelassen als in den erster vier Monaten 2017. Im April sind die Pkw-Neuzulassungen in der gesamten EU sogar kräftig angestiegen, und zwar um 9,6 Prozent auf ein 10-Jahres Hoch. Europas größter Automarkt Deutschland kann mit rund 314.000. Neuzulassungen ein Plus von acht Prozent verzeichnen. Auch Frankreich legte deutlich zu. Diesen April wurden neun Prozent mehr Pkw's zugelassen.

Über dem europäischen Durchschnitt kommen Spanien (12,3 Prozent) und Großbritannien (10,4). Dabei hatten die Engländer zu Jahresbeginn noch Startschwierigkeiten, vermutlich wegen des Brexits. Italien hingegen stagniert etwas. In Österreich wurden um 5,4 Prozent mehr Neuwägen verkauft als im April des Vorjahres.

PSA dank Opel Nummer 2

Bei der VW-Group dürfte Grund zur Freude herrschen. Der Abgasskandal sitzt zwar noch tief in den Knochen. Trotzdem hat das Unternehmen im April konzernweit 13,1 Prozent mehr Fahrzeuge auf den Markt gebracht als vergangenes Jahr. Am meisten stieg der Anteil der spanischen Tochter Seat. Im Vergleich zu 2017 wurden dieses Jahr 25,1 Prozent mehr Autos dieser Marke neu zugelassen. Auch beim Marktanteil kann VW seinen Spitzenplatz halten. Sogar mit einem Wachstum von knapp einem Prozentpunkt. Mehr als jedes vierte Neuauto kam demnach von der Volkswagen-Gruppe.

Auf dem zweiten Platz liegt der französische Automobilhersteller Groupe PSA. Dem Unternehmen gehören die Marken Citroen und Peugeot. Die Zahlen von PSA beeindrucken. Immerhin wurden 70 Prozent mehr Fahrzeuge des Unternehmens zugelassen. Das liegt aber daran, dass PSA vergangenes Jahr Opel aufgekauft hat. Deshalb konnten die Franzosen auch den Vorsprung auf ihre Landsmänner von Renault um sechs Prozentpunkte auf 16 ausbauen. Opel ist im April mit über 70.000 verkauften neuen Fahrzeugen PSAs zweitstärkste Marke.
 
 

Dieselverkäufe sinken weiter

Im April wurden insgesamt weniger Dieselfahrzeuge verkauft. In den fünf großen Märkten Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien sank der Anteil um 9,3 Prozent. Das stärkste Minus seit 2015. Auch in Österreich verringerte sich die Zahl der neu zugelassenen Dieselautos von 50,1 auf 29,9 Prozent. Davon profitierten hauptsächlich Benziner. Alternativ betriebene Autos bleiben eine Randerscheinung.

(APA/red.)

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