22 österreichische Acts, die man kennen sollte

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Bühne frei für Österreichs neueste Acts

Der Anteil österreichischer Musik im Radio soll bis 2021 auf 33 Prozent erhöht werden. Eine Bestätigung, dass österreichische Musik schon lange mehr zu bieten hat als nostalgischen Austropop, Schlager und Mozart. Sogar viel mehr: Bands der Stunde wie Wanda und Bilderbuch haben den Weg für jenes Meer an aufstrebenden Acts geebnet, das (im Sommer) noch entdeckt werden will. Zahlreiche Open Airs, Festivals und Stadtfeste bitten sie dazu auf die Bühne. Vorhang auf.

Text: Julia Wenzel

imag/EIBNER/Daniel Reinelt
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Hearts Hearts

Unkonventionell und wenig durchschaubar überzeugt der sperrige Indietronic-Sound von Hearts Hearts. Auf ihrem zweiten Album "Goods / Gods" verbinden sie ihre Eigenwilligkeit mit schmachtenden Bläsern, Harfen und ausufernden Streichern. Professioneller Elektro zum Nachdenken, der auch nach mehrmaligem Hören immer wieder Neues zu Tage bringt. U. a. am 13.7. am Rock-im-Dorf-Festival in Schlierbach (OÖ) live zu sehen.

>>> "Goods / Gods"

>>> "Sugar / Money" 

David Meran
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Felix Kramer

Der 22-jährige Wiener Felix Kramer versucht sich in einem urösterreichischen Genre: Dem Wienerlied. In Passagen an Ludwig Hirsch erinnernd, widmet er sich den bittersüßen Niederlagen des Lebens und schaut dorthin, wo andere wegschauen. Am Wiener Popfest ist er am 28. Juli im Theater Akzent live zu sehen.

>>> "Wahrnehmungssache"

>>> "Es woa nix"

 

 

 

 

konvoi artis
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Leyya

Als Geheimtipp gehen Leyya - gebürtig aus der Gurkerl-Hochburg Eferding - nicht mehr durch. Das Elektropop-Duo ist in der heimischen Indie-Musik etabliert - und gilt als Band der Stunde. Zwei Amadeus Awards konnte Leyya bereits gewinnen: 2017 den FM4-Award, 2018 in der Kategorie "Best Alternative". Kuriose Geräusche, exotische Instrumente erinnern an östliche Musik. Jedenfalls experimentell.

>>> "The Fall"

>>> "Zoo"

Instagram
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At Pavillon

Die Wiener Combo At Pavillon greift auf so manch vertraute Melodien zurück: Zupfige Gitarrenriffs, melancholische Übergänge, tanzbare Refrains - und fertig ist der Indiepop-Song. Fallweise an Bands wie Foals, Klaxons oder Two Door Cinema Club erinnernd, wechseln sie Tanzbarkeit und Tiefgang ab, ohne die "gute alte Zeit" der Indiebands zu sehr aufzuwärmen. Live zu sehen u.a. am Woodrock in Bludenz (19.7.) und am Frequency in St. Pölten. (18.8.).

>>> "Stop This War"

>>> "All Eyes On You"

Catalina Koe
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Kreiml & Samurai

Charmantes Beispiel für jungen österreichischen Hip-Hop abseits von Texta und Chakuza sind das Wiener Duo Kreiml & Samurai. Das Wiener Lebensgefühl auf die Schaufel nehmen, dabei Wiener Lied und -grant thematisieren und der Stadt der höchsten Lebensqualität ihren täglichen Zynismus vor Augen halten: Old School wird bei Kreiml & Samurai zu New School. Zu sehen am 22.6. am Wiener Donauinselfest.

>>> "Wiener"

>>> "Ois hot a End"

Olivia Felix Schwarz
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Cid Rim

Der Wiener Cid Rim, eigentlich Clemens Bacher, ist Produzent und gelernter Jazz-Drummer. Seine Musik streift Elektro, Jazz und Beat-Musik. Aus dem Biotop des 7. Wiener Gemeindebezirks stammend, steht er bei "Affine Records" unter Vertrag, bei denen auch Acts wie Dorian Concept, JSBL und WANDL produzieren. Intensiver Nischen-Elektro mit Tanzgarantie, stets positiv und lebensfroh.

>>> "Repeat" feat. Samantha Urbani

>>> "Charge"

 

 

Andreas Waldschütz
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Crystal Soda Cream

Depeche Mode, eine Welt aus Nebelmaschinen, 80er-Jahre-Synthi, politischer Lyrik, David Bowie - so etwa lässt sich die Musik des umtriebigen Wiener Trios Crystal Soda Cream beschreiben. Minimalistischer, nostalgischer Post-Punk.

>>> "Escape from Vienna"

>>> "September"

 

 

 

Jasmin Rilke
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Steaming Satellites

Seit ihrem Debüt 2006 tourten die Steaming Satellites durch Europa und den USA, veröffentlichten mittlerweile fünf Alben, lieferten epische Songs für Filmsoundtracks ("Das finstere Tal") - und spielten viele, viele Konzerte. Für das aktuelle Album "Back From Space" tourten sie durch Deutschland und die Schweiz, im Herbst folgt Österreich.

>>> "Back From Space"

>>> "How dare you" (OST "Das finstere Tal")

Christian Maislinger
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Mavi Phoenix

Die Linzerin Marlene Nader begann als Kind der 90er mithilfe von "GarageBand" Musik zu komponieren. Als Mavi Phoenix revolutioniert sie derzeit die heimische Dancehall-Szene. Zwischen Lo-Fi-Pop, Trap und R'n'B angesiedelt, erinnert sie oft an M.I.A. und Santigold. Ihre Beats verschafften ihr 2017 eine Amadeus-Nominierung als "Künstlerin des Jahres". In Wien wird sie am Donauinselfest (22.6.) und am Popfest (26.7.) zu sehen sein.

>>> "Bite"

>>> "Quite"

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Folkshilfe

Zwischen Dialekt-Reggae und selbst ernanntem "Quetschn-Synthi-Pop" angesiedelt, wissen Folkshilfe zu unterhalten. 2011 als Straßenmusik-Band gegründet und durch die ORF-Castingshow "die große Chance" bekannt geworden, scheiterten sie bei der Vorausscheidung zum Eurovision Songcontext an The Makemakes. Traditionelle Quetschenklänge, Dialekt und Humor vereint sich zu einem runden Konzept. Ihr aktuelles Album "BAHÖ" promoten sie im Sommer auf großer Österreich-Tour.

>>> "Mir laungts"

>>> "Maria Dolores"

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Wiener Blond

Mit ihren humoristischen Texten im Dialekt arbeiten sich Wiener Blond am bissigen Wiener Schmäh und -lied ab - und erinnern dabei zeitweise an lautmalerische Ekstasen à la Attwenger ("Kaana waaß warum"). Mit Biss, Witz und Ironie schafft sich das Duo eine eigene Nische. Auf die von ihnen geäußerte Kritik, österreichische Radios spielten viel zu selten heimische Musik, könnte nun reagiert werden - hoffentlich auch zu ihren Gunsten. Am 28. Juni sind sie am Tollwood Festival in München zu sehen.

>>> "Der Letzte Kaiser"

>>> "Voulez vous" (feat. Original Wiener Salonensemble)

Konstantin Reyer
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Inner Tongue

Keine Kunst ohne inneren Konflikt: Mit dem brandneuen Album "Favours" zieht Inner Tongue endgültig den Fokus auf sich. Dubstep, Softrock, Neo-Soul, Post-Punk und Trip-Hop mischt er zu einem virtuosen Popkonzept. Nach einer Stimmen-OP und Identitätskrise ist er wieder da - und für höhere Aufgaben bereit.

>>> "Next Life"

>>> "Fallen Empire"

Instagram
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Mitzi Loibichler

Singer/Songwriter Mitzi Loibichler hat eine individuelle Form des Austropop gefunden – und durchbricht damit die Grenzen des Genres. Mitzi singt im Dialekt, sie erzählt Persönliches und von Dingen, die sie bewegen. Ihre Stimme ist kraftvoll, aber auch sanft, ruhig und verträumt. Bodenständiger Austropop - modern interpretiert, weiblich und ehrlich.

>>> "I woat drauf"

>>> "Dua wos du wüst"

 

(c) Hannah Schwaiger
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Yung Hurn

"Nein" vom Debüt-Mixtape "22" wählten die Leser des Hip-Hop-Magazins "Juice" unter die zehn besten Songs des Jahres. Den gebürtigen Donaustädter Yung Hurn machte er 2015 - vor allem in Deutschland - berühmt. 2018 veröffentlichte der Cloud-Rapper mit "1220" sein erstes Album. Mit einschläfernden Beats, gehauchten Lyrics und holprigen Reimen inszeniert sich Hurn als flauschiges Gegenstück zum derben Hip-Hop-Macho für die streichelweiche Generation Instagram - und hat damit großen Erfolg.

>>> "Bist du alleine"

>>> "Bianco"

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WANDL

Neben Cid Rim zählt auch WANDL zu den Geheimtipps des  Wiener Labels "Affine Records". Der 23-Jährige gilt seit 2013 als Wunderkind der österreichischen Beatszene. Sein Debüt-Album "It's All Good Tho" akzentuiert melodische Vocals und experimentelle, basslastige Instrumentals. Und er spielt beinahe jedes Instrument selbst ein. Außergewöhnlich.

>>> "Window Color"

>>> "Fever"

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DIVES

Seit ihrem Kennenlernen beim "Girls Rock Camp" 2015 starteten die Mädels von DIVES flott durch. Ihr Mini-Album "DIVES" ist ein cooler Mix aus markantem Gesang, sonnigen Surfing-Vibes und trotzigen Garage-Punk-Passagen. In ihren Songs besingen sie die Mühseligkeiten des jungen Lebens. Aber ohne pathetische "Teenage Angst". Zu sehen sind sie im Sommer in ganz Österreich, u. a. am 14.7. beim Rock im Dorf in Schlierbach (OÖ).

>>> "Shrimp"

>>> "Tomorrow"

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5K HD

"Wo sich andere in Labyrinthen der Verästelung verirren, bekennen sich Kompost 3 und Mira Lu Kovacs zu unverstellter Emotionalität", lautet das Urteil von "Presse"-Musikexperte Samir Köck zu 5K HD. Dem muss nicht viel hinzugefügt werden. Tiefgründig, verstörend, berührend. U. a. am Rock im Dorf (14.7.) oder beim Poolbar Festival in Feldkirch (20.7.) live zu sehen. 

>>> "What if"

>>> "GIMME"

Ingo Pertramer
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Schmieds Puls

Eine ruhig gezupfte akustische Gitarre, ein getupftes Schlagzeug, ein entspannter Rhythmus, eine mädchenhafte Stimme: Schmieds Puls zeigen mit ihrem aktuellen Song "Run", wie zart und sanft das Weglaufen sein kann. 5K-HD-Sängerin Mira Lu Kovacs vereint in ihrer Stammband Jazz, Folk und Alternative-Pop. Zu sehen am Nexus Jazzfestival in Saalfelden am 24.8.

>>> "Run"

>>> "You can go now"

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Love Good Fail

Hauchzarter Elektropop für den Endspurt Richtung Sommer: Im Strandbad scheint die Sonne mit Love Good Fail gleich noch ein bisschen heller. Die Texte ihres Debütalbums "We Met At Night" wurden in Prosaform geschrieben, Gesang und Rhythmik erinnern an Lykke Li. Die Band gründete sich spontan nach einem gemeinsamen Theaterbesuch - und hat sich Applaus verdient.

>>> Poolboy

>>> Nice to meet you

Hood
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Black Palms Orchestra

Black Palms Orchestra, alias Christian Fuchs, schwelgt zwischen Hölle, Wildwestromantik und wehmütigem  Südstaaten-Blues. In den Songs kommt es regelmäßig zum musikalischen "High-Noon", die latente Abenteuersehnsucht ist allgegenwärtig. Bei Melodien wie diesen tauchen Bands wie The Doors, Nick Kave und The Kills vor dem geistigen Auge auf. Und die Lust auf den nächsten Roadtrip steigt.

>>> "Home"

>>> "Last Summer forever"

Markus Kloiber
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Jugo Ürdens

"Maurice hat seinen Lambo", Jugo hat seinen Yugo. "Der schönste Rapper" Österreichs Jugo Ürdens startet gerade durch. Frisch aus dem Herzen Ottakrings ist das frühere Model mit genügend "street credibility" ausgestattet, seine Beats feiern die frühen Nullerjahre (Sammy Deluxe, Fettes Brot). Wenn sich Jugo "ein paar Döbling-Tussis" holt und an der Wirtschaftsuni vorbeischaut, hat er wenig Scheu vor politischen Themen ("Ich bin Österreicher"). Ob ernst gemeint oder nicht, Jugo hat Witz. Vor allem im zarten Manner-Rosa.

>>> "DiesDas"

>>> "Österreicher"

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TENTS

Eine große Zukunft vor sich haben könnte auch das Grazer Trio TENTS: Pastellfarbige Ästhetik, basslastige Passagen, Elektrobeats - Indiepop aus einem Guss. Gerne mehr davon.

>>> "Sabbatical"

>>> "Landscaper"

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Kommentar zu Artikel:

22 neue österreichische Acts, die man kennen sollte: Von Leyya bis Yung Hurn

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