Architektur und Design

100 Jahre Bauhaus

Unter dem Motto "Die Welt neu denken" erinnern 2019 zahlreiche Veranstaltungen in Deutschland an die Gründung der einflussreichen Talentschmiede. Hier einige der bekanntesten Bauhaus-Objekte.

Die berühmte Bauhaus-Kunstschule öffnete im Jahr 1919 in Weimar die Türen und machte im Laufe ihrer kurzen Lebensdauer noch in Dessau und Berlin Station. Was dort an Architektur, Kunst und Design entstand, begeistert auch heute noch weltweit.

Im Bild: Das Hauptgebäude der heutigen Bauhaus-Universität Weimar wurde 1904 bis 1911 nach den Entwürfen von Henry van de Velde errichtet. Seit 1996 ist das Gebäude UNESCO-Weltkulturerbe.

(c) Tillmann Franzen

Im Rahmen des Jubiläumsjahres findet ab 16. Jänner 2019 in den Bauhaus geprägten deutschen Städten ein umfangreiches Programm mit einer Vielzahl von Veranstaltungen zu Architektur und Gestaltung, Kunst und Kulturgeschichte, Bildung und Forschung statt.

Im Bild: Das Bauhaus Dessau entstand von 1925 bis 1926 nach den Plänen von Architekt Walter Gropius als Schulgebäude für die Kunst-, Design- und Architekturschule Bauhaus.

Tillmann Franzen

Das Bauhaus bestand nur 14 Jahre: als "Staatliches Bauhaus" in Weimar, als "Hochschule für Gestaltung" in Dessau und als private Lehranstalt in Berlin. Entstanden ist es im Kontext der Kunstgewerbebewegung und der Kunstschulerneuerung.

 

Im Bild: Die Stadt Dessau beauftragte 1929 gemeinsam mit der Schultheiss-Patzenhofer Brauerei die Errichtung der Ausflugsgaststätte "Kornhaus". Der Name erinnert an einen historischen Getreidespeicher, der hier bis in die 1870er-Jahre stand.

(c) Tillmann Franzen

"Meisterhäuser": Walter Gropius wurde von der Stadt Dessau mit dem Bau von drei baugleichen Doppelhäusern für die Bauhaus meister und einem Einzelhaus für den Direktor beuaftragt.

(c) Tillmann Franzen

"Neue Meisterhäuser" in Dessau von Bruno Fioretti Marquez aus dem Jahr 2014. Die Häuser fielen in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs einem Bombenangriff zum Opfer, zu DDR-Zeiten errichtete man auf dem Fundament von Haus Gropius ein Einfamilienhaus mit Satteldach, das später wieder abgerissen wurde. Die entstandenen Lücken im Gebäudeensemble wurden 2014 geschlossen. 

(c) Tillmann Franzen

Die von Hannes Meyer und Hans Wittwer konziptierte und 1930 fertig gestellte Bundesschule des ADGB in Bernau bei Berlin ist ein Bauhaus-Werk in Dessau.

(c) Tillmann Franzen

Das Fagus-Werk wurde im Jahr 2011 vom UNESCO-Welterbekomitee in die Weltkulturerbeliste aufgenommen und zählt zu den aktuell 42 Welterbestätten in Deutschland. Das 1911 erbaute Werk in Alfeld-Hannover ist das Erstlingswerk des Architekten und Bauhausgründers Walter Gropius.

(c) Tillmann Franzen

Das Berliner Gebäude ist das größte Ausstellungsobjekt des Bauhaus-Archivs. Entwofen wurde es von Walter Gropius. 1997 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.

(c) Tillmann Franzen

Die Hufeisensiedlung in Berlin ist eine Siedlung des sozialen Wohnbaus uns seit 2008 UNESCO-Welterbe. Sie entstand nach den Plänen des Architekten Bruno Taut.

(c) Tillmann Franzen

Die Zeche und Kokerei Zollverein in Essen wurde 2001 als "Industriekomplex Zeche Zollverein" in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Seitdem gehört die ehemalige Industrieanlage offiziell zu den bedeutendsten Kulturgütern der Welt. Das Welterbe Zollverein feiert das Bauhaus-Jahr 2019 mit einem Festival sowie mit Ausstellungen, Aufführungen, Konzerten, Führungen, Workshops und Vorträgen.

(c) Tillmann Franzen

Noch heute besticht die symmetrische Anordnung der Gebäude auf zwei Blickachsen. Die 20 Einzelgebäude bilden die technischen Arbeits- und Produktionsabläufe der Kohleförderung ab, und zwar nach der Bauhaus-Maxime, dass sich die Form an der Funktion orientieren soll.

(c) Tillmann Franzen

Die Heilig-Kreiz-Kirche ist eine katholische Kirche im Frankfurter Stadtteil Bornheim und wurde 1928 bis 19919 vom Kirchenbaumeiter Martin Weber entworfen.

(c) Tillmann Franzen

Die Evangelisten symbolisierende Figuren von Arnold Hensler an der Südseite des Kirchenturms.

(c) Tillmann Franzen

Erzbergwerk Rammelsberg zur Gewinnung von Buntmetallen: Blick auf die in den 1930er Jahren errichtete Hangaufbereitung mit dem Rammelsbergschacht, im Hintergrund die 1905/06 errichtete Kraftzentrale.

(c) Tillmann Franzen

Das Bergwerk wurde 1988 stillgelegt undseit 1992 gehört das Besucherbergwerk zum UNESCO-Weltkulturerbe.

(c) Tillmann Franzen

Die Stadt Jena zeigte sich Anfang der 1920er Jahre äußerst aufgeschlossen gegenüber den Ideen der künstlerischen Avantgarde und am Weimarer Bauhaus.Heute zeugen unter anderem die Jenaer Kunstsammlung, mehrere Wohngebäude und Jenaer-Glas von den Bauhaus-Einflüssen.

Im Bild: Mensagebäude der Universität Jena.

(c) Tillmann Franzen

Im Jahr 1929 errichtete der Architekt Otto Prott im Norden der Pfälzer Weinstraße ein Gutsgebäude in neusachlicher, vom Bauhaus geprägter Formensprache. Es handelt sich um das Gebäude des Weingutes Kreutzenberger in Kindenheim.

(c) Tillmann Franzen

Das mit dem Haus Esters als Ensemble entworfene Haus Lange in Krefeld weist Merkmale sowohl traditioneller Baukunst als auch avantgardistischer Bestrebungen auf. Es wurde 1930 nach den Plänen von Ludwig Mies van der Rohe und Lilly Reich errichtet.

(c) Tillmann Franzen

Das Haus Schminke des Architekten Hans Scharoun in Löbau gilt in der internationalen Fachwelt als eines der vier wichtigsten Wohnhäuser der Klassischen Moderne weltweit. Die anderen drei sind: das Haus Tugendhat im tschechischen Brno von Ludwig Mies van der Rohe 1931, die Villa Savoye in Poissy bei Paris von Le Corbusier 1929 und das Haus Fallingwater (Kaufman Residence) in Pennsylvania von Frank Lloyd Wright 1939.

(c) Tillmann Franzen

Seit 1978 steht das Haus Schminke unter Denkmalschutz.

 

> > Mehr Infos unter: www.bauhaus100.de

(c) Tillmann Franzen
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Die berühmte Bauhaus-Kunstschule öffnete im Jahr 1919 in Weimar die Türen und machte im Laufe ihrer kurzen Lebensdauer noch in Dessau und Berlin Station. Was dort an Architektur, Kunst und Design entstand, begeistert auch heute noch weltweit.

Im Bild: Das Hauptgebäude der heutigen Bauhaus-Universität Weimar wurde 1904 bis 1911 nach den Entwürfen von Henry van de Velde errichtet. Seit 1996 ist das Gebäude UNESCO-Weltkulturerbe.

(c) Tillmann Franzen

Im Rahmen des Jubiläumsjahres findet ab 16. Jänner 2019 in den Bauhaus geprägten deutschen Städten ein umfangreiches Programm mit einer Vielzahl von Veranstaltungen zu Architektur und Gestaltung, Kunst und Kulturgeschichte, Bildung und Forschung statt.

Im Bild: Das Bauhaus Dessau entstand von 1925 bis 1926 nach den Plänen von Architekt Walter Gropius als Schulgebäude für die Kunst-, Design- und Architekturschule Bauhaus.

Tillmann Franzen

Das Bauhaus bestand nur 14 Jahre: als "Staatliches Bauhaus" in Weimar, als "Hochschule für Gestaltung" in Dessau und als private Lehranstalt in Berlin. Entstanden ist es im Kontext der Kunstgewerbebewegung und der Kunstschulerneuerung.

 

Im Bild: Die Stadt Dessau beauftragte 1929 gemeinsam mit der Schultheiss-Patzenhofer Brauerei die Errichtung der Ausflugsgaststätte "Kornhaus". Der Name erinnert an einen historischen Getreidespeicher, der hier bis in die 1870er-Jahre stand.

(c) Tillmann Franzen

"Meisterhäuser": Walter Gropius wurde von der Stadt Dessau mit dem Bau von drei baugleichen Doppelhäusern für die Bauhaus meister und einem Einzelhaus für den Direktor beuaftragt.

(c) Tillmann Franzen

"Neue Meisterhäuser" in Dessau von Bruno Fioretti Marquez aus dem Jahr 2014. Die Häuser fielen in den letzten Tagen des 2. Weltkriegs einem Bombenangriff zum Opfer, zu DDR-Zeiten errichtete man auf dem Fundament von Haus Gropius ein Einfamilienhaus mit Satteldach, das später wieder abgerissen wurde. Die entstandenen Lücken im Gebäudeensemble wurden 2014 geschlossen. 

(c) Tillmann Franzen

Die von Hannes Meyer und Hans Wittwer konziptierte und 1930 fertig gestellte Bundesschule des ADGB in Bernau bei Berlin ist ein Bauhaus-Werk in Dessau.

(c) Tillmann Franzen

Das Fagus-Werk wurde im Jahr 2011 vom UNESCO-Welterbekomitee in die Weltkulturerbeliste aufgenommen und zählt zu den aktuell 42 Welterbestätten in Deutschland. Das 1911 erbaute Werk in Alfeld-Hannover ist das Erstlingswerk des Architekten und Bauhausgründers Walter Gropius.

(c) Tillmann Franzen

Das Berliner Gebäude ist das größte Ausstellungsobjekt des Bauhaus-Archivs. Entwofen wurde es von Walter Gropius. 1997 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.

(c) Tillmann Franzen

Die Hufeisensiedlung in Berlin ist eine Siedlung des sozialen Wohnbaus uns seit 2008 UNESCO-Welterbe. Sie entstand nach den Plänen des Architekten Bruno Taut.

(c) Tillmann Franzen

Die Zeche und Kokerei Zollverein in Essen wurde 2001 als "Industriekomplex Zeche Zollverein" in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Seitdem gehört die ehemalige Industrieanlage offiziell zu den bedeutendsten Kulturgütern der Welt. Das Welterbe Zollverein feiert das Bauhaus-Jahr 2019 mit einem Festival sowie mit Ausstellungen, Aufführungen, Konzerten, Führungen, Workshops und Vorträgen.

(c) Tillmann Franzen

Noch heute besticht die symmetrische Anordnung der Gebäude auf zwei Blickachsen. Die 20 Einzelgebäude bilden die technischen Arbeits- und Produktionsabläufe der Kohleförderung ab, und zwar nach der Bauhaus-Maxime, dass sich die Form an der Funktion orientieren soll.

(c) Tillmann Franzen

Die Heilig-Kreiz-Kirche ist eine katholische Kirche im Frankfurter Stadtteil Bornheim und wurde 1928 bis 19919 vom Kirchenbaumeiter Martin Weber entworfen.

(c) Tillmann Franzen

Die Evangelisten symbolisierende Figuren von Arnold Hensler an der Südseite des Kirchenturms.

(c) Tillmann Franzen

Erzbergwerk Rammelsberg zur Gewinnung von Buntmetallen: Blick auf die in den 1930er Jahren errichtete Hangaufbereitung mit dem Rammelsbergschacht, im Hintergrund die 1905/06 errichtete Kraftzentrale.

(c) Tillmann Franzen

Das Bergwerk wurde 1988 stillgelegt undseit 1992 gehört das Besucherbergwerk zum UNESCO-Weltkulturerbe.

(c) Tillmann Franzen

Die Stadt Jena zeigte sich Anfang der 1920er Jahre äußerst aufgeschlossen gegenüber den Ideen der künstlerischen Avantgarde und am Weimarer Bauhaus.Heute zeugen unter anderem die Jenaer Kunstsammlung, mehrere Wohngebäude und Jenaer-Glas von den Bauhaus-Einflüssen.

Im Bild: Mensagebäude der Universität Jena.

(c) Tillmann Franzen

Im Jahr 1929 errichtete der Architekt Otto Prott im Norden der Pfälzer Weinstraße ein Gutsgebäude in neusachlicher, vom Bauhaus geprägter Formensprache. Es handelt sich um das Gebäude des Weingutes Kreutzenberger in Kindenheim.

(c) Tillmann Franzen

Das mit dem Haus Esters als Ensemble entworfene Haus Lange in Krefeld weist Merkmale sowohl traditioneller Baukunst als auch avantgardistischer Bestrebungen auf. Es wurde 1930 nach den Plänen von Ludwig Mies van der Rohe und Lilly Reich errichtet.

(c) Tillmann Franzen

Das Haus Schminke des Architekten Hans Scharoun in Löbau gilt in der internationalen Fachwelt als eines der vier wichtigsten Wohnhäuser der Klassischen Moderne weltweit. Die anderen drei sind: das Haus Tugendhat im tschechischen Brno von Ludwig Mies van der Rohe 1931, die Villa Savoye in Poissy bei Paris von Le Corbusier 1929 und das Haus Fallingwater (Kaufman Residence) in Pennsylvania von Frank Lloyd Wright 1939.

(c) Tillmann Franzen

Seit 1978 steht das Haus Schminke unter Denkmalschutz.

 

> > Mehr Infos unter: www.bauhaus100.de

(c) Tillmann Franzen
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