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Immobilienkauf

Egal ob Grundstück, Eigentumswohnung oder Einfamilienhaus - beim Kauf einer Immobilie ist auf jeden Fall Vorsicht geboten. Hier der zweite Teil der Serie über die wichtigsten Fragen zum Immobilienerwerb.

Keine Immobilientransaktion ohne Blick ins Grundbuch

Der aktuelle Grundbuchsauszug gibt vor allem Aufschluss über: die bücherlichen Eigentumsverhältnisse, Belastungen der Immobilie (z. B. Pfandrechte), Verfügungs- und Veräußerungsbeschränkungen (z. B. Vorkaufsrechte) und persönliche Umstände des Buchberechtigten (z. B. Minderjährigkeit).

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Keine Vertragsunterzeichnung vor Klärung dieser Fragen I

Bestehen grundverkehrsbehördliche Beschränkungen - vor allem bei unbebauten Grundstücken? Wie sieht es aus mit: Flächenwidmung, Gefahrenzonen, Anschlussmöglichkeiten an öffentliche Ver- und Entsorgungsnetze.

(c) www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)

Keine Vertragsunterzeichnung vor Klärung dieser Fragen II

Wie sieht es bei bebauten Liegenschaften aus mit Bau- und Erhaltungszustand, Baubewilligung, behördliche Aufträge, Räumung der Immobilie, Energieausweis, Nutzwertgutachten und Sanierungsdarlehen / - krediten.

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Keine Vertragsunterzeichnung vor Klärung dieser Fragen III

Bestehen immobilienbezogene Zahlungsrückstände wie etwa Abgaben, Betriebskosten, Rücklagen und Anschlusskosten von Ver- und Entsorgungsunternehmen?

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Das Abklären von Haftung und Gewähr

Die Frage, für welche Eigenschaften der Immobilie der Verkäufer einsteht bzw. Gewähr leistet, ist laut der Österreichischen Notariatskammer eine der zentralen Fragen bei jeder Immobilientransaktion und genau zu prüfen.

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Erb- und familienrechtliche Aspekte

Bei der Schenkung oder Übergabe im Familienkreis empfehlen sich Regelungen insbesondere bei diesen Punkten: Gegenleistungen für die Übergabe, Absicherungen durch Belastungs- und Veräußerungsverbote oder Vorkaufsrechte, und Ansprüche von pflichtteilsberechtigten Personen.

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Kosten, Steuern unf Gebühren nicht bedacht?

Auf den Käufer entfallen üblicherweise diese Kosten: Errichtung und Verbücherung des Vertrages, Grunderwerbssteuer, gerichtliche EIntragungsgebühr für das Eigentumsrecht und eventuelle Maklergebühren.

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Ist das Objekt lastenfrei?

Hier eine Rückschau auf den ersten Teil der Serie zum richtigen Immobilienkauf:

Der Notar kann Einsicht ins Grundbuch nehmen und informiert Kaufinteressenten über bestehende Lasten. Im Vorfeld der Vertragserrichtung wird geprüft, ob diese Lasten gelöscht werden können. Dementsprechend werden Erklärungen und Löschungen im Grundbuch vorgenommen.

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Wie erfolgt die Bezahlung des Kaufpreises?

Durch die Abwicklung des Kaufpreises über einen Notar kann sichergestellt werden, dass der Kaufpreis erst dann ausbezahlt wird, wenn das Eigentumsrecht lastenfrei ins Grundbuch einverleibt wurde. Ein Notar fungiert auch als Treuhänder für die finanzierende Bank und die Pfandgläubiger.

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Wie funktioniert eine Treuhandabwicklung?

Die Übernahme von Treuhandschaften gehört zu den täglichen Aufgaben eines Notars. Es geht darum, den Kaufpreis in Verwahrung zu nehmen und erst dann auszuzahlen, wenn alle vertraglichen Bedingungen erfüllt sind - insbesondere erst nach Eintragung des Käufers ins Grundbuch und der Lastenfreistellung der Immobilie. Damit wird sichergestellt, dass beide Vertragspartner zu ihrem Recht kommen und niemand übervorteilt wird.

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I: Wie kommt man ins Grundbuch?

Eigentümer einer Immobilie ist, wer im Grundbuch steht. Die Notare haben elektronische Einsicht ins Grundbuch und können die Grunderwerbssteuer sowie die Eintragungsgebühr für ihre Klienten selbst berechnen. Das beschleunigt die Eintragung ins Grundbuch erheblich. Außerdem können sie die Löschung schon getilgter Pfandrechte veranlassen.

APA

II: Wie kommt man ins Grundbuch?

Nachdem der Vertrag unter Berücksichtigung aller rechtlicher Aspekte errichtet und vom Notar den Vertragspartnern erklärt wurde, wird dieser unterschrieben und vom Notar beglaubigt.

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Wofür muss der Verkäufer Gewähr leisten?

Für Liegenschaftskaufverträge gilt das allgemeine Gewährleistungsrecht. Häuser, Wohnungen und Grundstücke gelten als sogenanntes unbewegliches Vermögen. Der Verkäufer hat für Mängel des Vetragsobjekts, welche bei der Übergabe bereits vorhanden waren, drei Jahre lang einzustehen. Ausdrückliche Zusagen und Zusicherungen sind einzuhalten.

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Welche Kosten fallen bei einem Haus- oder Wohnungskauf an?

Die Grunderwerbssteuer beträgt 3,5 Prozent des Kaufpreises. Für die Eintragung im Grundbuch ist eine Gebühr von 1,1 Prozent des Kaufpreises zu entrichten. Wird ein Kaufpreis durch eine Bank finanziert und verlangt diese die Eintragung eines entsprechenden Pfandrechtes, fallen zusätzlich 1,2 Prozent vom Wert des Pfandrechts für die Eintragung an. Außerdem muss eine Eingabegebühr von 44 Euro geleistet werden (62 Euro bei nichtelektronischer Antragstellung). Zusätzlich berücksichtigen sollte man die Kosten für Makler, Notare oder Anwälte sowie für die Beglaubigung der Unterschriften.

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Die Fragen und Antworten zur Serie entstanden in Kooperation mit www.oesterrechtssicher.at, einer Plattform der Österreichischen Notariatskammer. In der nächsten Folge geht es etwa um Fragen zur Baubewilligung und ums Erbrecht.

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Keine Immobilientransaktion ohne Blick ins Grundbuch

Der aktuelle Grundbuchsauszug gibt vor allem Aufschluss über: die bücherlichen Eigentumsverhältnisse, Belastungen der Immobilie (z. B. Pfandrechte), Verfügungs- und Veräußerungsbeschränkungen (z. B. Vorkaufsrechte) und persönliche Umstände des Buchberechtigten (z. B. Minderjährigkeit).

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Keine Vertragsunterzeichnung vor Klärung dieser Fragen I

Bestehen grundverkehrsbehördliche Beschränkungen - vor allem bei unbebauten Grundstücken? Wie sieht es aus mit: Flächenwidmung, Gefahrenzonen, Anschlussmöglichkeiten an öffentliche Ver- und Entsorgungsnetze.

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Keine Vertragsunterzeichnung vor Klärung dieser Fragen II

Wie sieht es bei bebauten Liegenschaften aus mit Bau- und Erhaltungszustand, Baubewilligung, behördliche Aufträge, Räumung der Immobilie, Energieausweis, Nutzwertgutachten und Sanierungsdarlehen / - krediten.

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Keine Vertragsunterzeichnung vor Klärung dieser Fragen III

Bestehen immobilienbezogene Zahlungsrückstände wie etwa Abgaben, Betriebskosten, Rücklagen und Anschlusskosten von Ver- und Entsorgungsunternehmen?

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Das Abklären von Haftung und Gewähr

Die Frage, für welche Eigenschaften der Immobilie der Verkäufer einsteht bzw. Gewähr leistet, ist laut der Österreichischen Notariatskammer eine der zentralen Fragen bei jeder Immobilientransaktion und genau zu prüfen.

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Erb- und familienrechtliche Aspekte

Bei der Schenkung oder Übergabe im Familienkreis empfehlen sich Regelungen insbesondere bei diesen Punkten: Gegenleistungen für die Übergabe, Absicherungen durch Belastungs- und Veräußerungsverbote oder Vorkaufsrechte, und Ansprüche von pflichtteilsberechtigten Personen.

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Kosten, Steuern unf Gebühren nicht bedacht?

Auf den Käufer entfallen üblicherweise diese Kosten: Errichtung und Verbücherung des Vertrages, Grunderwerbssteuer, gerichtliche EIntragungsgebühr für das Eigentumsrecht und eventuelle Maklergebühren.

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Ist das Objekt lastenfrei?

Hier eine Rückschau auf den ersten Teil der Serie zum richtigen Immobilienkauf:

Der Notar kann Einsicht ins Grundbuch nehmen und informiert Kaufinteressenten über bestehende Lasten. Im Vorfeld der Vertragserrichtung wird geprüft, ob diese Lasten gelöscht werden können. Dementsprechend werden Erklärungen und Löschungen im Grundbuch vorgenommen.

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Wie erfolgt die Bezahlung des Kaufpreises?

Durch die Abwicklung des Kaufpreises über einen Notar kann sichergestellt werden, dass der Kaufpreis erst dann ausbezahlt wird, wenn das Eigentumsrecht lastenfrei ins Grundbuch einverleibt wurde. Ein Notar fungiert auch als Treuhänder für die finanzierende Bank und die Pfandgläubiger.

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Wie funktioniert eine Treuhandabwicklung?

Die Übernahme von Treuhandschaften gehört zu den täglichen Aufgaben eines Notars. Es geht darum, den Kaufpreis in Verwahrung zu nehmen und erst dann auszuzahlen, wenn alle vertraglichen Bedingungen erfüllt sind - insbesondere erst nach Eintragung des Käufers ins Grundbuch und der Lastenfreistellung der Immobilie. Damit wird sichergestellt, dass beide Vertragspartner zu ihrem Recht kommen und niemand übervorteilt wird.

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I: Wie kommt man ins Grundbuch?

Eigentümer einer Immobilie ist, wer im Grundbuch steht. Die Notare haben elektronische Einsicht ins Grundbuch und können die Grunderwerbssteuer sowie die Eintragungsgebühr für ihre Klienten selbst berechnen. Das beschleunigt die Eintragung ins Grundbuch erheblich. Außerdem können sie die Löschung schon getilgter Pfandrechte veranlassen.

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II: Wie kommt man ins Grundbuch?

Nachdem der Vertrag unter Berücksichtigung aller rechtlicher Aspekte errichtet und vom Notar den Vertragspartnern erklärt wurde, wird dieser unterschrieben und vom Notar beglaubigt.

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Wofür muss der Verkäufer Gewähr leisten?

Für Liegenschaftskaufverträge gilt das allgemeine Gewährleistungsrecht. Häuser, Wohnungen und Grundstücke gelten als sogenanntes unbewegliches Vermögen. Der Verkäufer hat für Mängel des Vetragsobjekts, welche bei der Übergabe bereits vorhanden waren, drei Jahre lang einzustehen. Ausdrückliche Zusagen und Zusicherungen sind einzuhalten.

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Welche Kosten fallen bei einem Haus- oder Wohnungskauf an?

Die Grunderwerbssteuer beträgt 3,5 Prozent des Kaufpreises. Für die Eintragung im Grundbuch ist eine Gebühr von 1,1 Prozent des Kaufpreises zu entrichten. Wird ein Kaufpreis durch eine Bank finanziert und verlangt diese die Eintragung eines entsprechenden Pfandrechtes, fallen zusätzlich 1,2 Prozent vom Wert des Pfandrechts für die Eintragung an. Außerdem muss eine Eingabegebühr von 44 Euro geleistet werden (62 Euro bei nichtelektronischer Antragstellung). Zusätzlich berücksichtigen sollte man die Kosten für Makler, Notare oder Anwälte sowie für die Beglaubigung der Unterschriften.

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Die Fragen und Antworten zur Serie entstanden in Kooperation mit www.oesterrechtssicher.at, einer Plattform der Österreichischen Notariatskammer. In der nächsten Folge geht es etwa um Fragen zur Baubewilligung und ums Erbrecht.

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Immobilien kaufen, aber richtig

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