Trends: Stadtplanung

Planen und gestalten

Die weltweite Urbanisierung ist der Treiber für die Digitalisierung der Städte. Oder umgekehrt. Zahlen und Fakten zur smarten Stadtplanung bei Gebäuden, Energie, Verkehr und mehr.

Zehn Prozent der Bauprojekte im deutschsprachigen Raum werden im Planungs-, Abwicklungs- und Betreiberprozess mit Building Information Modeling, kurz BIM, abgewickelt. Verstanden wird unter BIM eine Arbeitsmethode, die auf digitalen Gebäudemodellen basiert. Wie viel Luft in Österreich, Deutschland und der Schweiz nach oben ist, zeigen Statistiken aus anderen Ländern Europas. Als Vorreiter gelten Großbritannien, die Niederlande und der skandinavische Raum, wo hauptsächlich die öffentliche Hand die treibende Kraft hinter BIM-Projekten darstellt und die Verwendung von BIM bereits bei 30 bis 50 Prozent liegt.

Pixabay

70 Prozent der Weltbevölkerung werden im Jahr 2050 laut dem World Urbanisation Prospects Bericht der Vereinten Nationen in urbanen Regionen leben. Das Wachstum der Städte zeigt sich an der steigenden Anzahl der Megacities (mehr als zehn Millionen Einwohner). 33 sind es derzeit, 2030 sollen es bereits 43 sein. Mit 37 Millionen Einwohnern ist Tokio (Japan) derzeit die größte Stadt der Welt (im Bild), gefolgt von Neu Delhi (Indien), Shanghai (China) und Mexiko City. Der Aufbau von intelligenten Agglomerationen findet überall statt, die weltweit höchsten Investitionen in Smart-City-Projekte sind in naher Zukunft in Europa und in der Asien-Pazifik-Region zu erwarten.

Reuters

74 Prozent der österreichischen Internetnutzer haben 2018 E-Government Angebote genutzt. Der Hauptvorteil der digitalisierten Kommunikationsoptionen mit staatlichen und kommunalen Institutionen liegt in der Ersparnis zeitaufwändiger Behördenwege. Dazu kommt das Abrufen von Informationen rund um die Uhr. Während laut Angaben von Statista.de also drei Viertel der Österreicher die Online-Angebote annehmen, sind es in der Schweiz nur 55 und in Deutschland sogar nur 40 Prozent. Europaweit liegen die Skandinavier in Sachen E-Government in Führung. Den größten Zuspruch findet der Infoaustausch mit Behörden in Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland, wo 82 bis 89 Prozent der Bürger per Handy, Tablet oder PC behördliche Agenden erledigen.

Pixabay

100 Millionen digitale Messgeräte sind europaweit bereits installiert. Smart Meter sollen für die Zukunft der Übermittlung der Verbrauchsdaten für Strom, Gas und Wärme mittels Zählerfernauslesung verantwortlich zeichnen. Die neuen Stromzähler gelten als Eckpfeiler der Energiewende. Sie sollen als Bindeglied zwischen Konsumenten und Stromnetz die Basis für eine optimale Energienutzung im Haushalt, indem sie unter anderem die Anbindung von Photovoltaik-Anlagen ans Netz vereinfachen und fördern. Für die Einführung des gemeinsamen Smart Metering-Gesamtsystems in der österreichischen Bundeshauptstadt werden die Wiener Stadtwerke von 2018 bis 2023 rund 360 Millionen Euro investieren.

Symbolbild Siemens AG

2019 wird in Österreich als das Geburtsjahr des vernetzten Autos in die Geschichtsbücher eingehen. Mit der Ausrollung der C-ITS (Cooperative Intelligent Transport Systems) zur direkten Kommunikation zwischen Auto und Infrastruktur startet ein Zeitalter, in dem - zunächst auf heimischen Autobahnen - Verkehrsinformationen direkt in die Fahrzeuge gebracht werden. Der Echtbetrieb funktioniert bereits entlang der Westautobahn. Infos, etwa zu aktuellen Baustellen, Geschwindigkeitsbeschränkungen oder zum Zustand der Fahrbahn, werden in Echtzeit im Navi angezeigt.

APA

"2040 wollen wir die smarteste Stadt der Welt sein", sagt Karin Wanngård, Bürgermeisterin von Stockholm. Gemäß der vor drei Jahren verabschiedeten "Vision 2040 – Ett Stockholm för alla" wird die schwedische Kapitale bis zu diesem Jahr klimaneutral sein. Verantwortlich dafür zeichnen Projekte mit ganzheitlichen Ansätzen für Mobilitäts-, Abfallwirtschafts- und Energieversorgungslösungen. Bereits für 2030 ist etwa geplant, landesweit kein Fahrzeug mehr zuzulassen, das mit fossilen Brennstoffen betrieben wird. Im gleichen Jahr soll die Stromerzeugung zu 100 Prozent auf erneuerbaren Quellen basieren. (Zusammengestellt von Christian Lenoble, Februar 2019)

Pixabay
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Zehn Prozent der Bauprojekte im deutschsprachigen Raum werden im Planungs-, Abwicklungs- und Betreiberprozess mit Building Information Modeling, kurz BIM, abgewickelt. Verstanden wird unter BIM eine Arbeitsmethode, die auf digitalen Gebäudemodellen basiert. Wie viel Luft in Österreich, Deutschland und der Schweiz nach oben ist, zeigen Statistiken aus anderen Ländern Europas. Als Vorreiter gelten Großbritannien, die Niederlande und der skandinavische Raum, wo hauptsächlich die öffentliche Hand die treibende Kraft hinter BIM-Projekten darstellt und die Verwendung von BIM bereits bei 30 bis 50 Prozent liegt.

Pixabay

70 Prozent der Weltbevölkerung werden im Jahr 2050 laut dem World Urbanisation Prospects Bericht der Vereinten Nationen in urbanen Regionen leben. Das Wachstum der Städte zeigt sich an der steigenden Anzahl der Megacities (mehr als zehn Millionen Einwohner). 33 sind es derzeit, 2030 sollen es bereits 43 sein. Mit 37 Millionen Einwohnern ist Tokio (Japan) derzeit die größte Stadt der Welt (im Bild), gefolgt von Neu Delhi (Indien), Shanghai (China) und Mexiko City. Der Aufbau von intelligenten Agglomerationen findet überall statt, die weltweit höchsten Investitionen in Smart-City-Projekte sind in naher Zukunft in Europa und in der Asien-Pazifik-Region zu erwarten.

Reuters

74 Prozent der österreichischen Internetnutzer haben 2018 E-Government Angebote genutzt. Der Hauptvorteil der digitalisierten Kommunikationsoptionen mit staatlichen und kommunalen Institutionen liegt in der Ersparnis zeitaufwändiger Behördenwege. Dazu kommt das Abrufen von Informationen rund um die Uhr. Während laut Angaben von Statista.de also drei Viertel der Österreicher die Online-Angebote annehmen, sind es in der Schweiz nur 55 und in Deutschland sogar nur 40 Prozent. Europaweit liegen die Skandinavier in Sachen E-Government in Führung. Den größten Zuspruch findet der Infoaustausch mit Behörden in Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland, wo 82 bis 89 Prozent der Bürger per Handy, Tablet oder PC behördliche Agenden erledigen.

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100 Millionen digitale Messgeräte sind europaweit bereits installiert. Smart Meter sollen für die Zukunft der Übermittlung der Verbrauchsdaten für Strom, Gas und Wärme mittels Zählerfernauslesung verantwortlich zeichnen. Die neuen Stromzähler gelten als Eckpfeiler der Energiewende. Sie sollen als Bindeglied zwischen Konsumenten und Stromnetz die Basis für eine optimale Energienutzung im Haushalt, indem sie unter anderem die Anbindung von Photovoltaik-Anlagen ans Netz vereinfachen und fördern. Für die Einführung des gemeinsamen Smart Metering-Gesamtsystems in der österreichischen Bundeshauptstadt werden die Wiener Stadtwerke von 2018 bis 2023 rund 360 Millionen Euro investieren.

Symbolbild Siemens AG

2019 wird in Österreich als das Geburtsjahr des vernetzten Autos in die Geschichtsbücher eingehen. Mit der Ausrollung der C-ITS (Cooperative Intelligent Transport Systems) zur direkten Kommunikation zwischen Auto und Infrastruktur startet ein Zeitalter, in dem - zunächst auf heimischen Autobahnen - Verkehrsinformationen direkt in die Fahrzeuge gebracht werden. Der Echtbetrieb funktioniert bereits entlang der Westautobahn. Infos, etwa zu aktuellen Baustellen, Geschwindigkeitsbeschränkungen oder zum Zustand der Fahrbahn, werden in Echtzeit im Navi angezeigt.

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"2040 wollen wir die smarteste Stadt der Welt sein", sagt Karin Wanngård, Bürgermeisterin von Stockholm. Gemäß der vor drei Jahren verabschiedeten "Vision 2040 – Ett Stockholm för alla" wird die schwedische Kapitale bis zu diesem Jahr klimaneutral sein. Verantwortlich dafür zeichnen Projekte mit ganzheitlichen Ansätzen für Mobilitäts-, Abfallwirtschafts- und Energieversorgungslösungen. Bereits für 2030 ist etwa geplant, landesweit kein Fahrzeug mehr zuzulassen, das mit fossilen Brennstoffen betrieben wird. Im gleichen Jahr soll die Stromerzeugung zu 100 Prozent auf erneuerbaren Quellen basieren. (Zusammengestellt von Christian Lenoble, Februar 2019)

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