Forschungsstation

Bauen am schwierigsten Standort der Welt

Brasilien baut derzeit für 82 Millionen Euro die Comandante-Ferraz-Antarktisstation (EACF), geplant vom Architekturbüro Estudio 41.

Brasilien investiert in die Forschung: das Land baut derzeit für 82 Mio. Euro die Comandante-Ferraz-Antarktisstation (EACF), geplant vom Architekturbüro Estudio 41. Tragende Wärmedämmelemente werden zwischen inneren Stahlrahmen und äußeren Stahlstützen eingesetzt. Im oberen Block (links) der Comandante-Ferraz-Antarktisstation werden Schlafkabinen, Speise- und Wohnbereiche untergebracht sein, während sich Labore, Betriebs- und Wartungsbereiche im unteren Block (rechts) befinden.

Afa-consult / Estúdio 41

Ein Ingenieur prüft ein angeflanschtes Isokorb Element des Typs KST zur thermischen Trennung, das zur Minimierung von Wärmeverlusten am Stahlstützensystem montiert wurde, das die Comandante-Ferraz-Antarktisstation über dem gefrorenen Boden hält.

Afa-consult / Estúdio 41

Die Einrichtung ist benannt nach einem Ozeanographen der brasilianischen Marine, der die Gründung der brasilianischen Antarktisexpedition entscheidend vorantrieb. Anne-Marie Brady, Chefredakteurin der Zeitschrift Polar Journal, beschreibt etwa in einem BBC-Artikel "How Antarctic bases went from wooden huts to sci-fi chic", dass sich Antarktisstationen zu Botschaftsgebäuden auf dem Eis gewandelt haben. "Sie stehen für das Interesse eines Staates an der Antarktis – sie sind Statussymbole.“

Afa-consult / Estúdio 41

Ein Baukran positioniert einen Bodenträger über dem Stahlstützensystem, das mit angeflanschten Isokorb Elementen des Typs KST zur thermischen Trennung versehen ist. Dadurch sollen Wärmeverluste verhindert und gleichzeitig die Last der gesamten EACF-Einrichtung getragen werden.

Afa-consult / Estúdio 41

Isokorb Elemente des Typs KST zur thermischen Trennung, die zwischen dem Raster der Bodenträger (oben) und dem Stahlstützensystem (unten) installiert sind, verhindern eine Ableitung der Wärme aus dem beheizten Innern in die eisige Außenwelt und stellen zugleich die entsprechende Tragfähigkeit sicher.

Afa-consult / Estúdio 41

Der Gemeinschaftsbereich in der neuen 3200 Quadratmeter großen Commandante-Ferraz-Antarktisstation, in der 64 Wissenschaftler leben und ihre Forschungen betreiben können.

Afa-consult / Estúdio 41

Das Bodenträgerraster und das Stahlstützensystem von unten betrachtet. Die hier installierten Isokorb Elemente zur thermischen Trennung mindern die Auswirkungen von Wärmebrücken, tragen gleichzeitig das Gewicht der Konstruktion und widerstehen ebenso den vorhergesehenen Windlasten.

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Brasilien investiert in die Forschung: das Land baut derzeit für 82 Mio. Euro die Comandante-Ferraz-Antarktisstation (EACF), geplant vom Architekturbüro Estudio 41. Tragende Wärmedämmelemente werden zwischen inneren Stahlrahmen und äußeren Stahlstützen eingesetzt. Im oberen Block (links) der Comandante-Ferraz-Antarktisstation werden Schlafkabinen, Speise- und Wohnbereiche untergebracht sein, während sich Labore, Betriebs- und Wartungsbereiche im unteren Block (rechts) befinden.

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Ein Ingenieur prüft ein angeflanschtes Isokorb Element des Typs KST zur thermischen Trennung, das zur Minimierung von Wärmeverlusten am Stahlstützensystem montiert wurde, das die Comandante-Ferraz-Antarktisstation über dem gefrorenen Boden hält.

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Die Einrichtung ist benannt nach einem Ozeanographen der brasilianischen Marine, der die Gründung der brasilianischen Antarktisexpedition entscheidend vorantrieb. Anne-Marie Brady, Chefredakteurin der Zeitschrift Polar Journal, beschreibt etwa in einem BBC-Artikel "How Antarctic bases went from wooden huts to sci-fi chic", dass sich Antarktisstationen zu Botschaftsgebäuden auf dem Eis gewandelt haben. "Sie stehen für das Interesse eines Staates an der Antarktis – sie sind Statussymbole.“

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Ein Baukran positioniert einen Bodenträger über dem Stahlstützensystem, das mit angeflanschten Isokorb Elementen des Typs KST zur thermischen Trennung versehen ist. Dadurch sollen Wärmeverluste verhindert und gleichzeitig die Last der gesamten EACF-Einrichtung getragen werden.

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Isokorb Elemente des Typs KST zur thermischen Trennung, die zwischen dem Raster der Bodenträger (oben) und dem Stahlstützensystem (unten) installiert sind, verhindern eine Ableitung der Wärme aus dem beheizten Innern in die eisige Außenwelt und stellen zugleich die entsprechende Tragfähigkeit sicher.

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Der Gemeinschaftsbereich in der neuen 3200 Quadratmeter großen Commandante-Ferraz-Antarktisstation, in der 64 Wissenschaftler leben und ihre Forschungen betreiben können.

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Das Bodenträgerraster und das Stahlstützensystem von unten betrachtet. Die hier installierten Isokorb Elemente zur thermischen Trennung mindern die Auswirkungen von Wärmebrücken, tragen gleichzeitig das Gewicht der Konstruktion und widerstehen ebenso den vorhergesehenen Windlasten.

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TU Wien
Kommentar zu Artikel:

Antarktis: Von Holzhütten zu Sci-Fi-Edelbauten

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