Aktien: Hedgefondsmanager fürchten Crash

Der Wirtschaft geht es gut, doch mehren sich Anzeichen für unruhige Zeiten.

(c) REUTERS (MARTIN ACOSTA)

New York. Die Riege der Hedgefondsmanager, die ein Marktchaos erwartet, wächst. Greg Coffey, Ex-Star-Manager bei Moore Capital Management, der heuer mit seinem eigenen Hedgefonds an den Start ging, vergleicht die Turbulenzen vom Mai mit dem Ende der Dotcom-Blase 2000. Russell Clark von Horseman Capital Management, einer der pessimistischsten Hedgefondsmanager in Europa, erinnerte in einem Investorenbrief an die Finanzkrise von 2008. Die beiden Manager schließen sich einem wachsenden Chor von Investoren an, der ein Ende des jahrzehntelangen Anstiegs der Preise für Anlagewerte prognostiziert, da die Zentralbanken eine Normalisierung ihrer Politik anstreben und der zunehmende Populismus den weltweiten Handel bedroht.

„Seit der Finanzkrise ist die Zahl der Untergangspropheten exponentiell gestiegen“, sagt Philippe Ferreira, Asset-Stratege bei Lyxor Asset Management. „Aber abgesehen von politischen Risken geht es der Weltwirtschaft gut.“ Doch gibt es Hinweise, dass die jahrelange Marktruhe zu Ende gehen könnte. Ein plötzlicher Anstieg der Volatilität im Februar hatte die Anleger überrascht, die überzeugt waren, die lockere Geldpolitik würde die Märkte beruhigen. Die wilde Fahrt ging im Mai wieder los, als politische Turbulenzen in Italien einen Ausverkauf auslösten. (Bloomberg)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.07.2018)

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