Die „Böglerin“, der dunkle Alpbach-Gin

Infused Gin. 15 verschiedene Kräuter und Gewürze stecken im selbst kreierten Gin von Böglerhof-Barchef Nikki Meyers.

Der Alpbacher Gin ist bernsteinfarben.
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Der Alpbacher Gin ist bernsteinfarben.
Der Alpbacher Gin ist bernsteinfarben. – Katharina Roßboth

Der Siegeszug des Gin hat auch vor Alpbach nicht haltgemacht: Während in der ganzen Welt neue Gins kreiert werden, hat vor zwei Jahren auch Böglerhof-Barchef Nikki Meyers (28) angefangen, zu experimentieren. Er hat recherchiert, probiert, einmal mehr von diesem Kraut, einmal weniger von jenem Gewürz hineingegeben. „Drei, vier Monate hat es schon gedauert“, sagt der Belgier. „Und 15 oder 20 Liter habe ich am Anfang bestimmt auch weggeschüttet.“


Irgendwann war er dann zufrieden. Seitdem verkauft Meyers im Böglerhof die Böglerin: den hausgemachten Gin. Oder genauer gesagt: einen „infused Gin“. Es handelt sich nämlich nicht wie beim klassischen Gin um einen destillierten Schnaps, sondern um einen angesetzten. „Wir haben keine Brennlizenz“, erklärt der Belgier, dessen Deutsch nach vier Jahren in Alpbach schon einen entsprechenden Einschlag hat („Meine Kinder werden einmal Alpbacherisch sprechen“). Die Böglerin ist daher auch nicht transparent, sondern hat einen dunkel bernsteinfarbenen Ton.

Als nächstes kommt das eigene Tonic

Der kommt von den insgesamt 15 verschiedenen Kräutern und Gewürzen, mit denen der Barchef neutralen, 39-prozentigen Alkohol versetzt, darunter Kardamom, Orangenschale, Lavendel und natürlich das, was dem Gin seinen typischen Geschmack verleiht: Wacholderbeeren. Für rund zweieinhalb Wochen kommen die Zutaten in eine große Ballonflasche, dann ist die Böglerin bereit, um mit Tonic und Orangenschale zur Böglerhof-Variante des Gin Tonic gemischt zu werden. Pur serviert Meyers seine Kreation kaum: Tatsächlich schmeckt der angesetzte Gin sehr intensiv nach Kräutern und recht herb. Mit Tonic erinnert er irgendwie an Gin Tonic, schmeckt aber dann doch anders. „Wir wollen uns ja schließlich auch ein bisschen abheben.“ Bei den Leuten komme das gut an. „Es ist einmal etwas anderes. Das taugt den Gästen.“ Beim nächsten Forum könnte der gesamte Drink sein eigener sein: Er tüftelt gerade an einem eigenen Tonic.

Ein Euro pro Gin geht an die Region

Wer den Gin noch vorher probieren will, tut übrigens auch etwas für einen guten Zweck: Bis November spendet der Böglerhof pro verkauftem Böglerin-Tonic einen Euro an den Sozial & Gesundheitssprengel von Gemeinden der Region 31. Und alle, die daran Gefallen finden, können sich aus dem Böglerhof auch eine ganze Flasche nach Hause nehmen. (beba)

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