Deutschland: Übergriffe auf türkische Einrichtungen werden mehr

Bericht: Polizei registrierte 2018 bereits 37 Angriffe - 2017 waren es insgesamt 13.

Erfurt 170118 Demonstration gegen Moscheebau in Erfurt Im Bild Knapp 100 Leute demonstrierten
Erfurt 170118 Demonstration gegen Moscheebau in Erfurt Im Bild Knapp 100 Leute demonstrierten
In Deutschland hatte es in den vergangenen Wochen mehrere Brandanschläge und andere Attacken auf Moscheen, Geschäfte und Kulturzentren mit türkischem Hintergrund gegeben. – imago/Steve Bauerschmidt

Im Zusammenhang mit der Offensive der türkischen Armee in der Kurden-Region Afrin in Syrien ist die Zahl der Übergriffe auf türkische Einrichtungen in Deutschland deutlich gestiegen. Die deutschen Polizeibehörden zählten im laufenden Jahr bereits 37 Angriffe mutmaßlicher prokurdischer Aktivisten auf Moscheen, Kulturvereine oder türkische Restaurants.

Das berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstagsausgaben) unter Berufung auf das deutsche Innenministerium. Im gesamten Jahr 2017 waren es demnach insgesamt 13 solcher Übergriffe. Für beide Zeiträume handle es sich um vorläufige Zahlen, die durch Nachmeldungen bei der Polizei noch steigen oder sinken könnten, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums der Funke Mediengruppe.

Zur angespannten Sicherheitslage zwischen Kurden und türkischen Nationalisten in Deutschland sagte sie, Deutschland sei wegen der vielen hier lebenden Menschen mit Bezug zur Türkei "seit jeher Spiegel und Resonanzboden türkisch-kurdischer Konflikte". Dies gelte "in besonderer Weise vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse in und um Afrin".

In Deutschland hatte es in den vergangenen Wochen mehrere Brandanschläge und andere Attacken auf Moscheen, Geschäfte und Kulturzentren mit türkischem Hintergrund gegeben. In mehreren Fällen gehen die Ermittler davon aus, dass die Täter aus den Reihen extremistischer Kurden kommen.

(APA)

Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      Deutschland: Übergriffe auf türkische Einrichtungen werden mehr

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.