Corbyn stellt Prinz Charles als nächstes Commonwealth-Oberhaupt in Frage

Britischer Oppositionschef plädiert vor heutigem Commonwealth-Gipfel dafür, dass der Commonwealth-Bund entscheidet, wer der Queen nachfolgt.

Queen Elizabeth und ihr Sohn Charles
Queen Elizabeth und ihr Sohn Charles
Queen Elizabeth und ihr Sohn Charles – APA/AFP/POOL/PAUL GROVER

Der Chef der oppositionellen britischen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, hat vorgeschlagen, dass die 53 Commonwealth-Staaten über ihr nächstes Oberhaupt entscheiden sollten. Thronfolger Prinz Charles sollte nicht automatisch seiner Mutter, Königin Elizabeth II., an der Spitze des Staatenbundes nachfolgen, sagte Corbyn am Sonntag dem Sender BBC.

"Die Queen fühlt sich zweifelsohne dem Commonwealth persönlich sehr verpflichtet. Aber nach ihr, denke ich, ist es vielleicht an der Zeit zu sagen: Ja, also eigentlich sollte das Commonwealth entscheiden, wer auf Rotationsbasis sein Oberhaupt wird", sagte Corbyn.

Die Commonwealth-Regierungschefs kommen am Montag in London zu einem Gipfeltreffen zusammen, das nur alle zwei Jahre stattfindet. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, die Nachfolge der Queen werde Thema bei dem Treffen sein. Elizabeth II. wird am Samstag 92 Jahre alt.

Im losen Commonwealth-Bund sind zahlreiche frühere englische Kolonien zusammengeschlossen, aber auch andere Länder. Rund 2,4 Milliarden Menschen leben in den Commonwealth-Staaten. Zu ihnen zählen etwa Australien, Zypern, Nigeria und Papua-Neuguinea. Ziele sind die gegenseitige Unterstützung sowie die Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Gebieten, etwa bei Wirtschaft und Bildung.

(APA/DPA)

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