König schaltet sich in Regierungskrise in Belgien ein

Der Rücktritt des liberalen Premiers Charles Michel zwingt König Philipp zum Handeln. Er traf die Spitzenvertreter der Parteien.

imago/Belga

Nach dem angekündigten Rücktritt des belgischen Regierungschefs hat König Philippe am Mittwoch seine Konsultationen mit Spitzenpolitikern begonnen. Der König kam am Vormittag zunächst mit dem Chef der französischsprachigen Christdemokraten (cdH), Benoît Lutgen, zusammen.

Anschließend sollte ein Treffen mit der Vorsitzenden der flämischen Liberalen Open VLD, Gwendolyn Rutten, folgen. Der belgische Premierminister Charles Michel hatte am Dienstagabend sein Rücktrittsgesuch beim König eingereicht. Kurz zuvor hatten Sozialdemokraten und Grüne im Parlament einen Misstrauensantrag gegen ihn angekündigt.

König Philippe wollte jedoch nicht sofort über Michels Gesuch entscheiden, sondern zunächst Gespräche mit Spitzenvertretern der wichtigsten Parteien führen. Da in Belgien ohnehin im Mai 2019 ein neues Parlament gewählt wird, könnte er Michel theoretisch erneut mit einer Regierungsbildung für die nächsten fünf Monate beauftragen.

Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      König schaltet sich in Regierungskrise in Belgien ein

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.