Trump verliert einen weiteren Minister

Arbeitsminister Alex Acosta trat in der Missbrauchsaffäre um den Ex-Investmentbanker Jeffrey Epstein zurück.

Archivbild: Trump und Alex Acosta
Archivbild: Trump und Alex Acosta
Archivbild: Trump und Alex Acosta – imago images / UPI Photo

Donald Trump hat seinen Arbeitsminister Alex Acosta wegen seiner umstrittenen Rolle im Missbrauchsskandal um den früheren Investmentbanker Jeffrey Epstein fallen gelassen. Der US-Präsident wollte die Affäre schnell aus der Welt schaffen, damit nicht auch seine eigenen Beziehungen zu Epstein ans Licht kommen, der Minderjährige missbraucht, vergewaltigt und einen Prostituiertenring aufgezogen hat.

Noch am Mittwoch hatte Acosta, als Sohn kubanischer Immigranten der einzige Latino in der Trump-Regierung, seine Vorgangsweise in der Epstein-Affäre verteidigt und dessen Taten als „abscheulich“ verurteilt. Die Informationslage sei heute eine andere als vor elf Jahren. Im Jahr 2008 hatte Acosta als Generalstaatsanwalt in Florida einen Deal mit Epstein ausgehandelt, der ihm luxuriöse Haftbedingungen und einen Ausgang von sechs Tagen in der Woche erlaubte. Nach 13 Monaten kam er schließlich frei.

Die Demokraten forderten den Rücktritt Acostas. Epstein, der nun neuerlich in New York wegen Missbrauchsvorwürfen vor Gericht steht, hätte längst wieder in Haft sitzen müssen, argumentieren sie. Trump hielt zunächst noch an Acosta fest und würdigte seine Arbeit als Ressortchef.

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