Sparkurs in Italien: Monti halbiert Zahl der Provinzen

Der Premier nimmt sich die mittlere Verwaltungsebene vor. 35 Provinzen sollen aufgelöst werden. Die Reform tritt 2014 in Kraft.

Sparkurs Italien Monti halbiert
Sparkurs Italien Monti halbiert
(c) Reuters

Die Regierung Monti setzt bei der Lokalverwaltung den Rotstift an und reduziert die Zahl der Provinzen, die mittlere Ebene der Gebietskörperschaften Italiens. Im Rahmen einer groß angelegten Reform dürfen nur noch Provinzen mit einer Bevölkerung von über 350.000 Einwohnern und einer Fläche von über 2.500 Quadratkilometern bestehen bleiben.

Von den bisherigen 86 Provinzen in den Regionen mit Normalstatut sollen lediglich 51 überleben, beschloss der Ministerrat am Mittwoch. Dazu gehören zehn sogenannte Metropolenstädte, die Ballungsräume rund um die Großstädte vereinen. Die Reform soll 2014 in Kraft treten. Im November 2013 sollen die Präsidenten der neuen Provinzen gewählt werden.

In einigen Regionen wie Basilikata, Umbrien und Molise sollen jeweils nur noch zwei Provinzen überleben. Im Veneto sollen nur noch Venedig, Vicenza und Verona als Provinzen erhalten bleiben, während Rovigo, Padua, Belluno und Treviso wegfallen werden. Ligurien wird sich neben der Hauptstadt Genua nur noch mit der Provinz La Spezia und einer weiteren begnügen müssen, die aus der Fusion von Savona und Imperia hervorgehen wird. Zu großen Fusionen kommt es in der Lombardei.

Auch Diäten sollen schrumpfen

Die Reduzierung der Provinzzahl ist Teil einer Strategie Montis zur Eindämmung der Ausgaben der Lokalverwaltungen. Diäten und Zuschüsse für Lokalpolitiker sollen demnach drastisch schrumpfen. Die Zahl der Mitglieder in den Regional- und Gemeinderäten soll reduziert werden.

 

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