"Verax": Amateurfilmer drehen Film über Snowden

30.06.2013 | 13:24 |   (DiePresse.com)

Mit Handkameras wurde an den Originalschauplätzen der Affäre rund um den US-Informanten Snowden gefilmt. Es waren "Dreharbeiten im Guerilla-Stil".

Aus dem Dunkel treten violette und blaue Strahlen, eine bedrohliche Musik ertönt und schwillt an. Dann erscheint eine Buchstabenfolge: "Verax". So beginnt der fünfminütige Kurzfilm von Edwin Lee. Der Kameramann hat sich gemeinsam mit Auswanderern aus Irland, Australien, Kanada und den USA der "Causa NSA" angenommen und ein Video über die Enthüllungen des US-Computerexperten Edward Snowden gedreht.

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Nach dem bedrohlichen Intro folgt der Beginn der Enthüllungsaffäre, die international bis heute Wellen schlägt: Der Geheimdienst wird auf den 30-jährigen Snowden aufmerksam, der Ende Mai Dokumente zu geheimen US-Programmen zur Überwachung der Internet- und Telefonkommunikation weltweit veröffentlicht. Er wolle nicht in einer Welt leben, in der alles was er mache und sage aufgenommen werde, begründet er sein Handel.

Der Film endet mit Snowdens Flucht aus Hongkong nach Moskau, wo er Berichten zufolge im Transitbereich eines Flughafens festsitzt.

"Dreharbeiten im Guerilla-Stil"

"Es war eine Menge Adrenalin, die Dreharbeiten waren sehr im Guerilla-Stil", sagte Lee über das Video. Die Dreharbeiten dauerten nicht länger als eine Woche, gefilmt wurde mit einer Handkamera an den Originalschauplätzen. Es sei ein "Spionagefilm in Entwicklung", meinte Lee. Die Hauptrolle übernahm der US-Lehrer Andrew Cromeek.

Dass Snowden aus Hongkong geflohen sei, stimmte die Filmcrew enttäuscht, doch äußerte Lee auch Verständnis: "Am Ende begriffen wir, dass es das Beste für ihn war."

Hinter dem Filmtitel - "Verax" - verbirgt sich übrigens Snowdens selbstgewählter Codename.

(APA/AFP/Red.)

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