Al-Qaida-Vize bei Drohnenangriff im Jemen getötet

Der saudische Staatsbürger war lange in Guantanamo inhaftiert gewesen. In einer Videobotschaft bestätigte al-Qaida den Tod der "Nummer zwei".

Saeed al-Shehri
Saeed al-Shehri
Saeed al-Shehri – AP

Abu Sofian al-Asdi, einer der mächtigsten islamistischen Terroristen und de facto die Nummer Zwei der al-Qaida,  ist tot. Die Extremistenorganisation al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) bestätigte die Tötung ihres Vize-Kommandanten: Scheich Saeed al-Shehri alias Abu Sofian al-Asdi sei bei einem US-Drohnenangriff getötet worden, sagte der AQAP-Vertreter Ibrahim al-Rubeish in einem am Mittwoch veröffentlichten Internetvideo, ohne ein konkretes Datum zu nennen. Die jemenitischen Behörden hatten schon Ende Jänner erklärt, dass der saudiarabische Staatsbürger seinen Verletzungen erlegen sei, die er am 28. November bei einem US-Drohnenangriff erlitten hatte.

Al-Shehri hatte nach seiner Entlassung aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo 2007 an einem saudiarabischen Programm zur Rehabilitierung früherer Häftlinge des umstrittenen Lagers in Kuba teilgenommen. Danach war er jedoch geflohen und hatte sich dem von den USA als besonders gefährlich eingeschätzten al-Qaida-Ableger AQAP im Jemen angeschlossen. Die jemenitischen Behörden meldeten wiederholt seinen Tod. Noch im April veröffentlichte AQAP aber eine angeblich aktuelle Audiobotschaft von al-Schehri.

Während der politischen Proteste im Frühjahr 2011 nutzte AQAP unter Führung von Nasser al-Wuhaishi die Schwäche des jemenitischen Militärs, um weite Teile des Südens unter ihre Kontrolle zu bringen. Während einer mehrwöchigen Militäroffensive im Mai 2011 wurden die Extremisten aber wieder aus den großen Städten vertrieben und zum Rückzug in die Wüste gezwungen.

(APA)

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