Kurz: „Israel ist ein enger Freund“

Österreichs Neo-Außenminister betont „historische Verantwortung“. Kurz schlug auffallend pro-israelische Töne an.

ISRAELISCHER  AUSSENMINISTER LIEBERMAN BEI AUSSENMINISTER KURZ
ISRAELISCHER  AUSSENMINISTER LIEBERMAN BEI AUSSENMINISTER KURZ
LIEBERMAN BEI AUSSENMINISTER KURZ – (c) APA/DRAGAN TATIC (DRAGAN TATIC)

Wien/Bratislava. Israels Außenminister, Avigdor Lieberman, legte am Donnerstag auf seinem Heimflug von Genf einen Zwischenstopp in Wien ein, um mit seinem Amtskollegen, Sebastian Kurz, zu reden – hinter verschlossenen Türen. Den Kontakt mit Medien lehnte der israelische Hardliner ab. In einem dürren Pressestatement lobte er die bilateralen Beziehungen, die stärker seien als je zuvor. Zudem äußerte er die Hoffnung, dass Österreich eine Führungsrolle im Kampf gegen den zunehmenden Antisemitismus spiele. Kurz schlug auffallend pro-israelische Töne an. „Israel ist ein enger Freund, und wir schenken den israelischen Bedürfnissen besondere Beachtung vor dem Hintergrund unserer historischen Verantwortung.“ Kurz ist derzeit viel unterwegs. Mittwoch in Berlin, Donnerstagfrüh in Bratislava beim slowakischen Außenminister, Miroslav Lajčák. Die beiden vereinbarten eine gemeinsame Reise in den Westbalkan. Lajčák sagte zu, die EU-Beitrittsperspektiven aller Länder der Region zu unterstützen – auch des Kosovo. Die Slowakei erkennt den Kosovo nach wie vor nicht an. (cu)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.01.2014)

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