Nicaragua will eine Mrd. Dollar für Kampf gegen Drogen

"Wenn die USA 400 Mrd. Dollar für den Irak-Krieg ausgeben, könnten sie auch eine Mrd. für Mittelamerika ausgeben", fordert der Präsident von Nicaragua.

Schließen
(c) AP (Ariel Leon)

Der nicaraguanische Präsident Daniel Ortega hat die USA um Finanzhilfen von einer Milliarde Dollar (730 Mio. Euro) für den Kampf gegen den Drogenhandel in Mittelamerika gebeten. Washington habe positiv darauf reagiert und wolle eine Delegation zu Beratungen über Hilfsmöglichkeiten entsenden, sagte der ehemalige sandinistische Guerillaführer am Samstag in Managua.

Mit den Mitteln aus den USA sollen nach Angaben Ortegas Hubschrauber, Schnellboote und Radarausrüstung angeschafft werden, um gegen den Drogenhandel in der Region vorzugehen. Wenn sich die USA "den Luxus leisten, mehr als 400 Milliarden Dollar für den Krieg im Irak auszugeben", könnten sie auch eine Milliarde Dollar für Mittelamerika ausgeben, sagte Ortega.

Bisher unterstützen die USA vor allem den Kampf gegen Drogenproduktion und -handel in Kolumbien. Ortega hat sich seit seinem neuerlichen Amtsantritt im vergangenen Jahr - zuvor war er bereits von 1985 bis 1990 Präsident von Nicaragua - darum bemüht, gute Beziehungen sowohl zu den USA als auch zu Gegenspielern wie Venezuela und Iran zu unterhalten. In den 80er Jahren unterstützten die USA die Contra-Rebellen in Nicaragua, die gegen die sandinistische Regierung kämpften. (Ag.)

Kommentar zu Artikel:

Nicaragua will eine Mrd. Dollar für Kampf gegen Drogen

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen