IS-Extremisten starten Großangriff auf Kurdenenklave

Granaten sollen im Westen der umstellten Stadt Kobane eingeschlagen haben, auch von Osten her sollen die Extremisten angreifen.

Im Vordergrund ein türkischer  Militärposten, im Intergrund die Stadt Stadt Kobane
Im Vordergrund ein türkischer  Militärposten, im Intergrund die Stadt Stadt Kobane
Im Vordergrund ein türkischer Militärposten, im Intergrund die Stadt Stadt Kobane – REUTERS

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) scheint von mehreren Seiten einen Großangriff auf die kurdische Enklave Kobane (auch: Ain al-Arab)  in Nordsyrien begonnen zu haben. Mindestens zwei Granaten seien am Abend im Westen der Stadt eingeschlagen, berichtete die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Auch von Osten her sollen die Extremisten nach Angaben von Augenzeugen angreifen.

Auf Twitter berichten Beobachter von der türkischen Grenze aus ebenfalls von "schwerem Beschuss". Eine arabische Journalistin vor Ort schrieb unter Berufung auf Anrainer, es sei das erste Mal, dass die IS-Miliz einen so großen Angriff unmittelbar auf die Stadt führe. Autos würden "reihenweise" die Stadt verlassen. Ein Korrespondent der kurdischen Nachrichtenseite "Rudaw" bestätigte Angriffe auf das Stadtzentrum.

Am Samstag hatten IS-Extremisten die Stadt nach Angaben der Beobachtungsstelle erstmals mit Mörsergranaten beschossen. Mindestens ein Bewohner sei dabei ums Leben gekommen. Die IS-Kämpfer haben vor über einer Woche einen Vormarsch auf die von Kurden bewohnten Gebiete in Nordsyrien begonnen. 60 Dörfer rund um Ain al-Arab (kurdisch: Kobane) fielen bereits in ihre Hände.

(APA/dpa)

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