Christentum meistverfolgte Religion weltweit

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APA (Archiv/epa)

Mehr als 2,2 Milliarden Christen auf der ganzen Welt feiern Weihnachten, die Geburt Jesu Christi. Doch das "Fest der Liebe" wird nicht für alle Christen friedlich verlaufen. Nach Schätzungen der Menschenrechtsorganisation "Christian Solidarity International" kommen jährlich Zehntausende Christen wegen ihres Glaubens ums Leben. Das Christentum ist bei weitem die meistverfolgte Religion weltweit.

Die Christenverfolgungen haben in den vergangenen Monaten und Jahren vor allem im Irak, in Saudi-Arabien, Nigeria und Indonesien zugenommen. Schätzungen zufolge hat beispielsweise mehr als die Hälfte der 2003 noch rund 800.000 Christen im Irak mittlerweile das Land verlassen. Weltweit werden rund 200 Millionen Christen in 60 Ländern diskriminiert. Rund 80 Prozent der Menschen, die weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen.

Im indischen Unionsstaat Orissa wurde der christlichen Gemeinschaft heuer der Mord an einem hinduistischen Geistlichen angelastet. Während der darauffolgenden Gewaltwelle sind 500 Christen getötet und rund 50.000 vertrieben worden.

Kardinal Christoph Schönborn hat erst kürzlich wieder die Situation der verfolgten Christen im Orient beklagt. Derzeit erfülle ihn der Blick auf die Lage der orientalischen Christen "mit Trauer und Schmerz", deutete der Wiener Erzbischof bei der Konferenz "Europe and the Arab World" am Freitag in Wien auf den Druck und die Angriffe hin, denen Christen in islamischen Nahost-Staaten ausgesetzt sind. Europa und die arabische Welt seien aufgefordert, die Förderung des arabischsprachigen Christentums zu einem "Herzensanliegen" zu machen und so guten Willen zum Dialog zu beweisen.

(APA)

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