Boko Haram brennen Stadt in Nigeria nieder

Die islamistische Terrormiliz Boko Haram hat im Nordosten Nigerias erneut ein Massaker verübt. Bis zu 2000 Menschen könnten getötet worden sein.

Bei einer Offensive der islamistischen Terrororganisation Boko Haram im Norden Nigerias sind Medienberichten zufolge Hunderte Menschen getötet worden. 2000 Menschen könnten bei Massakern in der Stadt Baga ums Leben gekommen sein, sagte ein Behördenvertreter dem britischen Rundfunksender BBC.

Die Extremisten hätten am Wochenende Baga im Nordosten des Landes überfallen, teilte der Leiter des Bezirks, Abba Hassan, am Donnerstag mit. Augenzeugen berichteten zudem, auch in den vergangenen zwei Tagen hätten Kämpfer der Boko Haram in Baga Dutzende Menschen umgebracht und zahlreiche Häuser niedergebrannt. Soldaten, die Baga vor den Extremisten schützen sollten, waren am Wochenende geflohen.

Die "BBC" berichtete, Kämpfer der Terrormiliz hätten die Stadt nahezu völlig niedergebrannt. Die Straßen seien von Leichen übersät. Die Stadt mit einer Bevölkerung von ursprünglich 10.000 Einwohnern sei "praktisch ausgelöscht".

Die Gruppe hat wiederholt Ortschaften überfallen und zahlreiche Menschen verschleppt. Sie kämpft seit 2009 für einen streng islamischen Staat nach den Grundsätzen der Scharia. Tausende Menschen wurden seither getötet. Boko Haram, was so viel heißt wie "westliche Bildung ist Sünde", kontrolliert weite Landesteile im Nordosten Nigerias.

 

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