Ukraine-Geschäfte: Bosnischer Minister tritt zurück

Wirtschaftsressortchef Tucic verweigerte seine Zustimmung zu einer Waffen- und Munitionslieferung.

Der bosnische Handels- und Wirtschaftsminister Boris Tucic ist am Donnerstag zurückgetreten. Tucic habe keine Zustimmung zu einem Waffen- und Munitionsverkauf an die Ukraine geben wollen, erklärte der bosnisch-serbische Präsident Milorad Dodik laut Medienberichten in Banja Luka. Nähere Details wurden zunächst nicht genannt.

Tucic ist Mitglied des von Dodik geleiteten Bundes der Unabhängigen Sozialdemokraten (SNSD), der Regierungspartei in der kleineren bosnischen Entität, der Republika Srpska. Nach den Wahlen im Oktober steht die Bildung einer neuen bosnischen Regierung noch aus. Tucic gehörte dem Regierungsteam des scheidenden Ministerpräsidenten Vjekoslav Bevanda an. Der SNSD dürfte nicht mehr Teil des neuen Regierungsbündnisses sein.

(APA)

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