Obama gedenkt 65. Jahrestag der Landung der Alliierten

Die Reise des US-Präsidenten kam am Samstag an einem weiteren historischen Punkt an. Obama gedenkt in Nordfrankreich der Landung der Alliierten in der Normandie.

EPA/ANTOINE GYORI

Einen Tag nach seinem Besuch in Deutschland ist US-Präsident Barack Obama zum Jahrestag der Alliiertenlandung nach Nordfrankreich gereist. Obama und seine Frau Michelle trafen am Samstagmittag in der Stadt Caen ein, wo das französische Präsidentenpaar sie empfing. Nach einem Gespräch und einem Mittagessen mit Staatschef Nicolas Sarkozy wollte der US-Präsident am Nachmittag nur wenige Kilometer entfernt an der Gedenkfeier für die Landung der Alliierten vor 65 Jahren teilnehmen. Die amerikanischen, britischen und kanadischen Streitkräfte waren am 6. Juni 1944 an den Stränden der Normandie gelandet, um eine zweite Front gegen das nationalsozialistische Deutschland zu eröffnen und das besetzte Frankreich zu befreien.

Zeremonie am amerikanischen Friedhof

An der Zeremonie auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof in Colleville-sur-Mer sollten auch der britische Premierminister Gordon Brown, Großbritanniens Prinz Charles und der kanadische Premier Stephen Harper teilnehmen. Alle zusammen wollten vor der Gedenkfeier mit Veteranen des Zweiten Weltkrieges sprechen und von einem Aussichtspunkt auf die Strände blicken, an denen die alliierten Soldaten seinerzeit gelandet waren. Die Invasion war ein weiterer Trittstein der Alliierten auf dem Weg zum Sieg, allerdings hatten bis zum Abend des "D-Day" schon rund zehntausend alliierte Soldaten ihr Leben verloren. Die Verluste auf deutscher Seite waren kaum geringer; durch Bombenangriffe und Schiffsartillerie starben außerdem tausende französische Zivilisten.

Auf dem Soldatenfriedhof in Colleville sind knapp zehntausend US-Soldaten bestattet, die bei den Kämpfen in der Normandie zwischen Juni und August 1944 gefallen sind. Jedes Jahr reisen Dutzende der mittlerweile hochbetagten Veteranen an, um ihrer gefallenen Kameraden zu gedenken. Sarkozy und seine Gäste wollten auf dem Friedhof gemeinsam einen Kranz niederlegen und eine Schweigeminute einlegen.

Extratag für Michelle in Paris

Obama war am Freitagabend aus Deutschland kommend in der französischen Hauptstadt Paris eingetroffen, wo seine Familie auf ihn wartete. Michelle Obama und die beiden kleinen Töchter Malia und Sasha waren etwas eher nach Paris gekommen und hatten schon den Eiffelturm angeschaut. Nach der Gedenkfeier in der Normandie wollte die amerikanische Präsidentenfamilie den Besuch privat ausklingen lassen, vermutlich mit einem Abendessen in Paris und einer kulturellen Besichtigung. Obama sollte am Sonntag zurück in die USA fliegen, während seine Frau mit den Kindern bis Montag in Paris bleiben will.

 

 

(Ag.)

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