Italien: Tourismusministerin wegen Faschistengruß unter Druck

In ihrer Heimatstadt Lecco erhob Italiens Tourismusministerin Michaela Vittoria Brambilla die rechte Hand zum faschistischen "saluto romano". Ihr Pech: Sie wurde dabei gefilmt. Brambilla witzelt über den Vorfall.

FILE ITALY BRAMBILLA
FILE ITALY BRAMBILLA
(c) EPA (Maurizio Brambatti)

Die kürzlich zur Tourismusministerin ernannte italienische Mitte-Rechts-Politikerin Michela Vittoria Brambilla ist unter Druck geraten. Die römische Zeitung "La Repubblica" veröffentlichte am Mittwoch Bilder aus einem Video, in dem Brambilla gezeigt wird, wie sie bei einem Polizeifest in ihrer lombardischen Heimatstadt Lecco den rechten Arm hebt - genau wie beim "saluto romano", wie der Faschisten-Gruß in Italien genannt wird.

Auch Brambillas Vater, der neben ihr stand, wurde fotografiert, während er mit gestrecktem rechten Arm grüßte. Die 41-jährige Brambilla, die in Berlusconis Partei "Volk der Freiheit" in wenigen Jahren eine steile Karriere gemacht hat, witzelte über die Polemik. "Es ist lustig, dass man so viel über die Beugung meines Ellbogens spekuliert", so Brambilla.

Die Ministerin gilt als Powerfrau der italienischen Regierungskoalition. Die attraktive Unternehmerin mit dem langen roten Haar hatte sich zuletzt um eine interne Umstrukturierung der Berlusconi-Partei bemüht und das Vertrauen Berlusconis erobert.

Video von dem Vorfall

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