Fünf Kandidaten für OSZE-Chefposten

Tschechien, die Schweiz, Kasachstan, Finnland und Weißrussland nominieren Kandidaten für den Generalsekretär der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), deren Vorsitz Österreich in diesem Jahr innehat.

OSZE-Tagungsort in der Hofburg
OSZE-Tagungsort in der Hofburg
OSZE-Tagungsort in der Hofburg – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Wie die "Presse" erfahren hat, nominieren fünf Teilnehmerstaaten der in Wien ansässigen Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) Kandidaten für den Posten des Generalsekretärs. Die Anwärter kommen aus Tschechien, der Schweiz, Kasachstan, Finnland und Weißrussland.

Die Zeit ist knapp: Mit Ende Juni endet die Amtszeit des derzeitigen OSZE-Chefs Lamberto Zannier. Bis dahin soll ein neuer Generalsekretär gewählt werden - und zwar einstimmig von allen 57 Delegationen. Keine leichte Aufgabe in geopolitisch angespannten Zeiten wie diesen. Der "Presse" liegt ein Papier des österreichischen OSZE-Vorsitzes vor, in dem die Namen der Bewerber angeführt sind.

Die Schweiz tritt mit Diplomat Thomas Greminger an, von dessen voraussichtlicher Kandidatur "Die Presse" bereits berichtet hat. Greminger ist derzeit stellvertretender Direktor und Chef des Bereichs Südzusammenarbeit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Bevor er diesen Posten im August 2015 antrat, sammelte er Erfahrungen bei der OSZE: Greminger war ständiger Vertreter der Schweiz am Sitz der Organisation in Wien. Zudem leitete er während des OSZE-Vorsitzes der Schweiz 2014 den Ständigen Rat der OSZE.

Tschechien hat Stefan Füle, ehemaligen EU-Erweiterungskommissar von 2010 bis 2014, nominiert. Er ist derzeit für OSZE-Agenden im tschechischen Außenministerium in Prag tätig.

Der dritte Kandidat stammt aus Kasachstan: Erlan Idrissow ist derzeit Botschafter der zentralasiatischen Republik in Großbritannien. Davor diente er zwei Mal als kasachischer Außenminister und war als Mitglied der kasachischen Delegation bei der UNO in New York.

Aus Finnland stammt der konservative Parlamentarier und Außenpolitik-Experte Ilkka Kanerva, der die finnische Delegation in der Parlamentarischen Versammlung bei der Nato anführt und als Diplomat bei verschiedenen OSZE-Wahlbeobachtungs-Missionen mitgearbeitet hat.

Aus Weißrussland kommt eine Kandidatin: Alena Kupchyna ist seit Dezember 2016 Botschafterin der Republik in Österreich (zuständig auch für Kroatien) und beschäftigt sich damit auch mit OSZE-Agenden. Davor befasste sie sich im Außenministerium in Minsk mit EU- und OSZE-Themen.

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