China lässt Professor nicht nach Australien ausreisen

Seit Freitag wird Feng Chongyi, der mit chinesischen Menschenrechtsanwälten zusammenarbeitet, wegen angeblicher Gefährdung der nationalen Sicherheit festgehalten.

Behörden in China wollen einen Professor aus Australien wegen angeblicher Gefährdung der nationalen Sicherheit nicht ausreisen lassen. Feng Chongyi, ein Chinese, der an der University of Technology in Sydney arbeitet, habe derzeit keine Möglichkeit, nach Australien zurückzukehren, bestätigte sein Anwalt am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Behörden hätten dem Anwalt nicht mitgeteilt, warum Feng Chongyi verdächtigt werde, die nationale Sicherheit zu gefährden. Er vermutete aber, dass seine Festsetzung mit seiner Arbeit über chinesische Menschenrechtsanwälte zusammenhängt, für die er in den vergangenen drei Wochen in China recherchiert hatte.

Feng Chongyi sei sowohl am Freitag als auch am Samstag am Flughafen der südchinesischen Stadt Guangzhou an der Ausreise gehindert worden. Sowohl am Sonntag als auch am Montag sei der Professor dann über Stunden von Sicherheitsbeamten befragt worden.

"Wir wissen nicht, worüber sie sprechen. Es ist eine schreckliche Situation, weil nicht absehbar ist, wann er zurück nach Australien reisen kann", sagte der Anwalt. Chinas Sicherheitsbehörden waren in den vergangenen zwei Jahren gegen inzwischen mehr als 300 Bürgerrechtsanwälte und Mitarbeiter von Kanzleien vorgegangen.

(APA/dpa)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      China lässt Professor nicht nach Australien ausreisen

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.