"Lasst uns Frankreich lieben": Macron mit Zweidrittelmehrheit zum neuen Präsidenten gewählt

Live Der Linksliberale Emmanuel Macron gewinnt mit 65,8 Prozent vor seiner Konkurrentin Le Pen - doch mit einem Wermutstropfen: Jeder vierte Franzose ging nicht zur Wahl.

Kurz zusammengefasst:

  • Der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron holt bei der Präsidentenwahl in Frankreich einen klaren Sieg. Er gewinnt nach ersten Hochrechnungen 65,8 Prozent der Stimmen. Seine Konkurrentin Marine Le Pen holt 34,5 Prozent der Stimmen - und liegt damit deutlich hinter den in Umfragen vor der Wahl prognostizierten 40 Prozent.
  • Am Abend zeichnete sich jedoch eine niedrige Wahlbeteiligung ab: Es sei die niedrigste für eine Stichwahl seit 1969 gewesen, berichtet "Le Monde". 74,7 Prozent der Franzosen seien zur Wahl gegangen, 25,3 Prozent hätten die Abstimmung nach vorläufigen Zahlen boykottiert. 12 Prozent der Wähler wählten ungültig.
  • 43 Prozent der Wähler gaben in einer Ipsos-Umfrage an, Macron gewählt zu haben, um Le Pen zu verhindern
  • Der klare Sieg von Macron gibt dem Euro merklich Auftrieb. Er ist erstmals seit einem halben Jahr über die Marke von 1,10 Dollar gestiegen. Im asiatischen Handel kletterte der Kurs am Sonntagabend auf 1,1011 Dollar, nachdem der Euro am Freitag noch mit 1,09995 aus dem Handel gegangen war.
  • Bei seinem ersten offiziellen Auftritt als Präsident erklärt er, er unterschätze nicht die wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Er sei sich der Wut, der Zweifel und der Furcht bewusst, die die Franzosen ausgedrückt hätten. Er werde seine ganze Kraft dazu verwenden, sich des Vertrauens der Franzosen würdig zu zeigen.
  • Die rechtspopulistische FN-Chefin hat ihrem Kontrahenten zum Wahlsieg gratuliert. Frankreich habe am Sonntag für Kontinuität gestimmt, erklärte sie am Abend. Das Land sei gespalten zwischen Patrioten und Globalisierern. Ihr Abschneiden als Kandidatin des Front National sei historisch, ihre Partei sei nun die wichtigste Oppositionskraft in Frankreich.

 

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