CNN feuert Trump-Unterstützer nach "Sieg Heil"-Tweet

Jeffrey Lord war der erste Kommentator, der den US-Präsidenten auf CNN offen unterstützte.

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"Nazi-Grüße sind unvertretbar", sagt CNN – imago/ZUMA Press

Der US-Nachrichtensender CNN hat sich nach einem kontroversen Kommentar auf der Kurznachrichtenplattform Twitter von dem konservativen politischen Kommentator Jeffrey Lord getrennt. "Nazi-Grüße sind unvertretbar", hieß es in einer Stellungnahme des Senders von Donnerstag. "Jeffrey Lord ist nicht mehr bei uns." Der Trump-Fan hatte seinen Kommentar an den Chef der liberalen Interessenvertretung "Media Matters for America", Angelo Carusone, gerichtet.

Die beiden Männer hatten sich diese Woche einen heftigen Schlagabtausch auf Twitter geliefert. Die Lobbyisten kritisierten CNN dafür, dem Kommentator eine Bühne für seine Trump-freundlichen Berichte zu bieten. Lord hingegen bezeichnete die Aktivisten als "Faschisten". Die Auseinandersetzung heizte sich so weit auf, dass Lord mit dem Hitlergruß auf die Kritik Carusones antwortete. Der Tweet ist mittlerweile gelöscht.

Später meinte Lord, er sei missverstanden worden. Sein Kommentar müsse als Mittel der Verhöhnung gesehen werden, nicht als Unterstützung für den Nationalsozialismus. "Ich verhöhne Leute, die Einschüchterungstaktiken im Stil von Faschisten und Nazis nutzen, um Leute loszuwerden - und ich bin derjenige, der gefeuert wird", sagte er der "New York Times".

Lord war der erste offene Trump-Unterstützer, der für CNN gearbeitet hat. Schon in der Vergangenheit sorgte er mit seinen Aussagen für Aufregung. So bezeichnete er den Ku-Klux-Klan als "militärischen Arm der Demokraten" und Donald Trump als "Martin Luther King des Gesundheitswesens".

>>> Bericht auf "CNN".

 

(APA/dpa/red.)

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