Algeriens Premier nach drei Monaten entlassen

Abdelmadjid Tebboune macht Platz für Routinier Ahmed Ouyahia. Offizielle Gründe für die Entlassung wurden nicht genannt.

Archivbild: Abdelmadjid Tebboune
Archivbild: Abdelmadjid Tebboune
Archivbild: Abdelmadjid Tebboune – APA/AFP/RYAD KRAMDI

Der algerische Ministerpräsident Abdelmadjid Tebboune ist nach drei Monaten im Amt entlassen worden. Als Nachfolger ernannte Staatspräsident Abdelaziz Bouteflika am Dienstag seinem Büro zufolge Ahmed Ouyahia. Der 65-Jährige bekleidete das Amt schon mehrere Male, zuletzt von 2008 bis 2012.

Offizielle Gründe für die Entlassung von Tebboune wurden nicht genannt. Er soll während seiner Amtszeit Probleme mit einem einflussreichen Geschäftsmann gehabt haben, der dem Staatsoberhaupt nahe stehen soll.

Algerien hatte Anfang Mai ein neues Parlament gewählt. Stärkste politische Kraft wurde die Nationale Einheitsfront FLN von Bouteflika. Ahmed Ouyahia ist Mitglied vom Koalitionspartner, der Demokratischen Nationalen Sammlung (RND).

Algeriens hat vor allem mit wirtschaftlichen Problemen wegen des Ölpreisverfalls zu kämpfen. Nach den Umbrüchen in der arabischen Welt blieb die Lage in Algerien, das in den 1990er Jahren einen Bürgerkrieg mit Islamisten erlebt hatte, relativ stabil.

(APA/dpa)

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