Netanyahu: "Israel nicht mehr Gegner der arabischen Länder"

Der islamistische Terrorismus hat nach Einschätzung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu positive Auswirkungen auf die Beziehungen seines Landes zu den arabischen Staaten.

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Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu – AFP (JUAN MABROMATA)

Die arabischen Staaten sehen Israel jetzt nicht mehr als Gegner, sondern als unerlässlichen Partner, sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am Mittwoch nach einem Treffen mit dem kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos in Bogotá.

"Die Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus betrifft zuerst die Muslime und dann den Rest der Welt." Das habe zu einer neuer Beziehung zwischen Israel und den arabischen Länder geführt.

Netanyahu befindet sich derzeit auf der ersten Reise eines israelischen Regierungschefs nach Lateinamerika. Zuvor hatte er Argentinien besucht, am Donnerstag wurde er in Mexiko erwartet. Später wollte er zur UNO-Vollversammlung in New York weiterreisen.

In Kolumbien unterzeichneten die beiden Regierungschefs eine Absichtserklärung über wissenschaftliche Zusammenarbeit und ein Abkommen über Tourismus. "Wir sind begeistert von den Möglichkeiten, die sich nach dem Ende des Konflikts in Kolumbien bieten", sagte Netanyahu. Die Regierung hatte im vergangenen Jahr einen Friedensvertrag mit der linken FARC-Guerilla unterzeichnet und damit einen seit Jahrzehnten andauernden Konflikt mit rund 220.000 Toten beigelegt.

(APA/dpa)

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