Nahost: Burgfriede zwischen Palästinenserfraktionen

Die radikal-islamische Hamas und die Fatah von Palästinenserpräsident Abbas haben eine erste Deklaration unterzeichnet, um ihren Bruderkrieg beizulegen. Die Vereinbarung birgt Risken. Ihre Waffen will die Hamas nicht abgeben.

Wollen den Bruderkrieg beilegen: Azam al-Ahmad von der Fatah (r.) und Saleh al-Aruri von der islamistischen Hamas (l.) in Kairo.
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Wollen den Bruderkrieg beilegen: Azam al-Ahmad von der Fatah (r.) und Saleh al-Aruri von der islamistischen Hamas (l.) in Kairo.
Wollen den Bruderkrieg beilegen: Azam al-Ahmad von der Fatah (r.) und Saleh al-Aruri von der islamistischen Hamas (l.) in Kairo. – (c) APA/AFP/KHALED DESOUKI

Jerusalem. Kräftiges Händeschütteln, heiteres Lachen, eine feste Umarmung: Im Hauptquartier des ägyptischen Geheimdiensts in Kairo zeigten sich Azam al-Ahmad und Saleh al-Aruri freundlich und konsensuell. Zehn Jahre bittere Rivalität liegen zwischen ihren palästinensischen Parteien, der Fatah und der radikal-islamischen Hamas, dafür scheint der jüngst überraschend eingeleitete Versöhnungsprozess rasch voranzuschreiten. Nach der ersten Verhandlungsrunde unterzeichneten die Delegierten am Donnerstag ein Abkommen zur Beendigung des Bruderkonflikts. Dabei konzentrierten sich die zweitägigen Gespräche unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf neue Sicherheitsregelungen an den Grenzübergängen und Verwaltungsangelegenheiten.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.10.2017)

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