Österreicher sollen Anschlag in Türkei geplant haben

Die Polizei nimmt die zwei mutmaßlichen IS-Anhänger fest. Sie sollen ein Auto mit selbst gebastelten Bomben in einer Tiefgarage abgestellt haben.

Die Österreicher werden im Rahmen einer landesweiten Razzia gefasst.
Die Österreicher werden im Rahmen einer landesweiten Razzia gefasst.
Die Österreicher werden im Rahmen einer landesweiten Razzia gefasst. – (c) REUTERS (Murad Sezer)

Die Türkei nahm bei einer landesweiten Razzia am Sonntag zwei Österreicher fest, die der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) angehören sollen. Das Pärchen soll einen Anschlag auf ein Einkaufszentrum in Istanbul geplant haben.

Wie das Außenministerium am Montag auf APA-Anfrage mitteilte, stehe man derzeit mit den türkischen Behörden in Kontakt, um diese Informationen zu "verifizieren". Ähnliches verlautete aus dem Innenministerium. Alles Weitere wolle man vorerst nicht kommentieren.

Laut Tageszeitung "Österreich" (Online) wurden der Mann und die Frau aus Österreich, die bereits seit fünf Jahren in Istanbul lebten, am Sonntag im Zuge einer landesweiten Razzia in der Türkei festgenommen und sitzen nun in U-Haft. Wie "Österreich" und die "Kronen Zeitung" unter Berufung auf die türkische Zeitung "Hürriyet" berichteten, stellte die Polizei in der Tiefgarage des Kaufhauses im Istanbuler Stadtteil Arnavutköy ein Auto und ein Motorrad mit 66 selbst gebastelten Bomben fest. Per Fernzündung hätten diese gesprengt werden sollen.

Mehr als 140 IS-Anhänger verhaftet

Insgesamt wurden bei der Anti-IS-Razzien in acht türkischen Provinzen am "Tag der Republik" am Sonntag 143 mutmaßliche IS-Anhänger festgenommen. In der Hauptstadt Ankara seien 49 von 55 zur Fahndung ausgeschriebenen Ausländern, in der Metropole Istanbul vier weitere mutmaßliche IS-Anhänger in Gewahrsam genommen worden, hieß es laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu.

Die Türkei feierte am Sonntag den 94. Jahrestag der Republikgründung durch Mustafa Kemal Atatürk, im ganzen Land fanden Feierlichkeiten statt.

Die türkische Führung macht den IS für zahlreiche Anschläge im Land verantwortlich, zuletzt für einen Angriff in der Silvesternacht in dem Istanbuler Club Reina. Damals wurden 39 Menschen getötet.

>>> Artikel in "Österreich".

 

(APA)

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