Ungarns Premier Orbán trifft Kurz und Strache in Wien

Der ungarische Premierminister soll am 30. Jänner nach Wien kommen. Bundeskanzler Kurz will zuvor noch sein pro-europäisches Profil schärfen.

Viktor Orbán (Archivbild) kommt nach Wien.
Viktor Orbán (Archivbild) kommt nach Wien.
Viktor Orbán (Archivbild) kommt nach Wien. – APA/AFP/ATTILA KISBENEDEK

Im Wahlkampf haben Sebastian Kurz und Heinz Christian Strache noch gestritten, wer den besseren Kontakt zu Viktor Orbán, der Galionsfigur der europäischen Anti-Migrations-Front, hat. Demnächst werden ihn der ÖVP-Kanzler und sein FPÖ-Vizekanzler empfangen. Ungarns Premier soll am 30. Jänner nach Wien kommen. Das erfuhr die „Presse“ aus diplomatischen Kreisen. Offiziell wollte Etienne Berchtold, der Sprecher von Kurz, den Termin noch nicht in die Welt posaunen. Er bestätigte jedoch, dass rund um das Monatsende ein solches Treffen stattfinden soll.

Nach Informationen der „Presse“ sind die Vorbereitungen für Orbáns Besuch in Wien freilich schon weit gediehen. Für 13 Uhr ist am 30. Jänner ein Mittagessen mit Kurz vorgesehen, davor ein Arbeitstreffen. Mit Strache soll der ungarische Premier gesondert zusammenkommen, ebenso wie mit Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel. Orbán bemüht sich zudem um eine Begegnung mit Präsident Alexander van der Bellen.

Kneissl reist erst am 1. März nach Budapest

Bald wird Außenministerin Karin Kneissl, die am Dienstag in Bratislava zu Gast war, auch nach Budapest reisen, aber – anders als zuletzt angekündigt – nicht im Jänner, sondern erst am 1. März. Sie will nach den Semesterferien einen Vortrag an der Andrássy-Universität halten.

Kurz hat derzeit kein Interesse, die Orbán-Visite an die große Glocke zu hängen. Er möchte vorerst sein pro-europäisches Profil schärfen. Gleich nach seiner Angelobung hatte der Kanzler Brüssel besucht, am Freitag fliegt er zu Präsident Emmanuel Macron nach Paris, am Mittwoch darauf zu Kanzlerin Angela Merkel nach Berlin.

Jung und mächtig: Das sind die jüngsten Staats- und Regierungschefs

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.01.2018)

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