Angst vor Sanktionen: Keiner wollte Irans Airbus betanken

Vor der Münchner Sicherheitskonferenz konnte die deutsche Regierung nur mit Mühe einen Eklat um Anreise von Irams Außenminister Zarif verhindern.

180218 MUNICH Feb 18 2018 Iranian Foreign Minister Mohammad Javad Zarif speaks during the
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Irans Außenminister Zarif – imago/Xinhua

Vor der Münchner Sicherheitskonferenz Mitte Februar hat die deutsche Bundesregierung nach einem Medienbericht nur mit Mühe einen Eklat verhindert. Grund war danach die Weigerung mehrerer Mineralölfirmen am Münchner Flughafen, das Flugzeug des iranischen Außenministers Mohammad Javad Zarif zu betanken.

Nach Informationen von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" reiste Zarif erst an, nachdem die Bundeswehr sich bereit erklärte, das zu übernehmen. Das Auswärtige Amt war um diese Hilfe ersucht worden. Dem Bericht zufolge fürchteten die Firmen offenbar, gegen US-Sanktionen zu verstoßen.

Der Leiter der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, sagte dem Medienverbund, es sei "nur mit größter Not" gelungen, Zarifs Teilnahme zu sichern. Ischinger schaltete schließlich das Auswärtige Amt und das Verteidigungsministerium ein und bat um Hilfe. Letztlich übernahm die Luftwaffe die Betankung des iranischen Airbus. "Was immer man von Sanktionen halten will, hier hätten sie beinahe dazu geführt, dass wir in einer gefährlichen Lage nicht einmal mehr miteinander reden können", sagte Ischinger dem Bericht zufolge.

(APA/dpa)

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