Italien: Von einer vergessenen Generation

Die unter 35-Jährigen, die wenig vom derzeitigen Aufschwung mitbekommen, fühlen sich von den Politikern im Stich gelassen. Viele werden heute die "Grillini" wählen. Eine Reportage.

Chiara und Pierandrea sind mit mutigen Ideen in den Piemont zurückgekehrt.
Chiara und Pierandrea sind mit mutigen Ideen in den Piemont zurückgekehrt.
Chiara und Pierandrea sind mit mutigen Ideen in den Piemont zurückgekehrt. – (c) Stefano Carniccio

Donatello Prunella ist pragmatisch. Der 23-Jährige sitzt am Tisch im Garten seiner Familie in Conversano, einem Städtchen im süditalienischen Apulien. Er studiert Ingenieurswissenschaften in Bari, 35 Kilometer nördlich von hier. Das Studium sei für ihn kein Vergnügen, sagt Donatello. „Ich habe das Fach nicht gewählt, weil es mir gefällt, sondern, weil es sicher ist, dass ich Arbeit finden werde.“ Mehr als zwei Jahre hat er aber noch zu absolvieren, bevor er seinen Abschluss in der Tasche hat. Klar, so lang wohne er noch bei den Eltern, anders ginge es nicht.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 04.03.2018)

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