"Der Islam gehört zu Deutschland?": Grabkerzen vor dem Wahlkreisbüro von Merkel

Anhänger der rechtsgerichteten Identitären reagieren offenbar auf das Urteil zum Mord an einer Freiburger Studentin durch einen afghanischen Flüchtling. Die Polizei ermittelt.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel – imago/Xinhua

Offenbar im Zusammenhang mit dem Urteil zum Mord an der Freiburger Studentin Maria L. haben Anhänger der rechtsgerichteten Identitären Bewegung vor dem Wahlkreisbüro von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Stralsund 14 Grabkerzen aufgestellt.

Dazu seien Bilder von vier jungen Frauen aufgestellt worden, die Opfer von Gewaltverbrechen geworden sind, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Neubrandenburg am Freitag. Darunter auch ein Bild von Maria L., deren Mörder am Donnerstag verurteilt worden war.

Insgesamt seien 14 Grabkerzen aufgestellt worden, dazu auch Rosen. Ergänzt worden sei die Szenerie mit der in gelber Kreide auf den Gehweg geschriebenen Frage "Der Islam gehört zu Deutschland?". Wie die Polizeisprecherin sagte, waren vier der Kerzen mit Zeichen der Identitären Bewegung markiert. Diese rechtsgerichtete Gruppe wird vom Verfassungsschutz beobachtet.

Die deutsche Kriminalpolizei sicherte die Gegenstände. Wie die Polizeisprecherin sagte, übernahm der Staatsschutz den Vorgang. Allerdings gebe es bisher keine Anhaltspunkte für eine Straftat. Der Vorgang werde vor allem aus Gründen der Gefahrenabwehr geprüft. Den Polizeiangaben zufolge hatten Zeugen auf die Szenerie aufmerksam gemacht. Im Jahr 2016 hatten Unbekannte einen Schweinekopf vor dem Wahlkreisbüro der Kanzlerin abgelegt.

(APA/AFP)

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