Syrien: Israel will weiter gegen Präsenz Irans vorgehen

Israel will sich weiter gegen eine militärische Dauerpräsenz Irans in Syrien wenden - ebenfalls militärisch. Minister Naftali Bennett reklamierte für Israel "vollständige Handlungsfreiheit".

FILE PHOTO: An Israeli Air Force F-15 fighter jet releases flares during an aerial demonstration at a graduation ceremony for Israeli air force pilots at the Hatzerim air base in southern Israel
FILE PHOTO: An Israeli Air Force F-15 fighter jet releases flares during an aerial demonstration at a graduation ceremony for Israeli air force pilots at the Hatzerim air base in southern Israel
Israelischer Kampfjet (Symbolbild) – REUTERS

Zwei israelische Minister haben am Sonntag ein weiteres Vorgehen ihres Landes gegen eine dauerhafte iranische Militärpräsenz in Syrien angekündigt. Der Minister für innere Sicherheit, Gilad Erdan, sagte im Armeeradio, wenn sich der Iran in Syrien militärisch festsetze, bedeute dies eine "Bedrohung für Israels Sicherheit".

Bildungsminister Naftali Bennett erklärte, Israel gestehe sich "vollständige Handlungsfreiheit" zu. "Wir werden dem Iran nicht erlauben, sich in Syrien festzusetzen", fügte er hinzu.

Nach Bennetts Worten darf Israels Nordgrenze nicht zum "Spielfeld" für den syrischen Staatschef Bashar al-Assad werden. Israel grenzt im Norden an Syrien und den Libanon. Die dortige mit dem Iran verbündete schiitische Hisbollah-Miliz steht im Syrien-Konflikt auf der Seite Assads.

Bennett, Chef der Siedlerpartei Jüdisches Heim (HaBayit HaYehudi), und Erdan von der Likud-Partei des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu gehören dessen Sicherheitskabinett an.

Sieben tote iranische Soldaten bei Angriff auf Stützpunkt

Am vergangenen Montag hatte es einen Israel zugeschriebenen Angriff auf den syrischen Luftwaffenstützpunkt Militärstützpunkt T-4 in der Provinz Homs gegeben. Dabei gab es mindestens 14 Tote, darunter nach Angaben aus Teheran sieben iranische Soldaten. Der Angriff erfolgte zwei Tage nach einem mutmaßlichen Giftgasangriff in der Stadt Douma in der einstigen Rebellenenklave Ost-Ghouta bei Damaskus.

Israel flog in den vergangenen Jahren dutzende Angriffe auf Ziele in Syrien. Meist richteten sie sich gegen Waffenkonvois für die libanesische Hisbollah-Miliz, aber auch gegen iranische Stützpunkte. In der Regel bekennt sich Israel nicht dazu. Auch für den Luftangriff auf den Militärflughafen T-4 gab es keine offizielle Bestätigung aus Israel.

(APA/AFP)

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