Weltweite Militärausgaben auf höchstem Niveau seit Jahrzehnten

Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs wurde weltweit noch nie so viel Geld für das Militär ausgegeben wie im Vorjahr. Dies zeigt ein Bericht, der heute in Stockholm vorgestellt wird.

Die Rüstungsausgaben sind im Vorjahr wieder gestiegen.
Die Rüstungsausgaben sind im Vorjahr wieder gestiegen.
Die Rüstungsausgaben sind im Vorjahr wieder gestiegen.

Die weltweiten Rüstungsausgaben sind 2017 erstmals seit fünf Jahren wieder gestiegen. Dies zeigt ein Bericht des Stockholmer Instituts Sipri, der am Mittwoch vorgestellt wird. Erste Details des Berichts wurden bereits vorab veröffentlicht. In Summe haben die Staaten im Vorjahr 1,74 Billionen US-Dollar für die Rüstung ausgegeben. Das ist ein Plus von 1,1 Prozent. Bei den 1,74 Billionen US-Dollar handelt es sich um den höchsten Wert weit dem Fall des Eisernen Vorhangs.

Mit Abstand am meisten Geld gaben nach wie vor die USA aus. Auf Platz zwei lag China. Russland wurde von Saudi-Arabien überholt und lag jetzt auf dem vierten Platz. 

Die russischen Militärausgaben sind im vergangenen Jahr erstmals seit 1998 gesunken. Preisbereinigt seien sie um 20 Prozent auf 66,3 Milliarden Dollar zurückgegangen, erklärte das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri. 

Russland hat etwa bei der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 und im Syrienkrieg seine militärische Macht gezeigt. Sipri-Forscher Siemon Wezeman sagte nun, die Kürzung der Militärausgaben wirke sich direkt auf die Beschaffung von Rüstungsgütern und Militäreinsätze aus. So erwartet er nach eigenen Worten, dass die Regierung in Moskau ihr Engagement in Syrien oder die Marinepräsenz im Atlantik zurückfährt.

(Reuters/red)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      Weltweite Militärausgaben auf höchstem Niveau seit Jahrzehnten

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.