US-Senat stimmt für umstrittene CIA-Chefin

Der Geheimdienst erstmals von einer Frau geführt. Gina Haspel wurde wegen der Anwendung mittlerweile illegaler Foltermethoden im Vorfeld heftig kritisiert.

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Neue CIA-Chefin Gina Haspel – APA/AFP/MANDEL NGAN

Der US-Geheimdienst CIA bekommt erstmals eine Chefin. Die langjährige Geheimdienstmitarbeiterin Gina Haspel ist am heutigen Donnerstagnachmittag (Ortszeit) vom US-Senat als CIA-Direktorin bestätigt worden. Haspel war umstritten, weil sie nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 mittlerweile illegale Foltertechniken wie Waterboarding (simuliertes Ertrinken) angewandt hatte.

Mindestens 51 Senatoren votierten für Haspel, die damit die Leitung des einflussreichen Geheimdienstes übernehmen kann. Sie folgt Mike Pompeo nach, der kürzlich an die Spitze des US-Außenministeriums gerückt war.

Neben den oppositionellen Demokraten hatte sich auch der Republikaner John McCain gegen Haspel ausgesprochen. McCain, der im Vietnam-Krieg selbst gefoltert worden war, ist ein entschiedener Gegner der Folter. Haspel hatte die umstrittenen "Verhörmethoden" im Jahr 2002 als Chefin der CIA-Abteilung in Thailand anwenden lassen. Drei Jahre später verfügte sie, dass die Videos der entsprechenden Verhöre vernichtet werden sollen. In der Senatsanhörung hatte sie es vermieden, sich von ihrem damaligen Verhalten - das durch die Regierung von US-Präsident George W. Bush gedeckt worden war - zu distanzieren.

(APA/Reuters/AFP)

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