Uffizien in Florenz planen personalisierte Eintrittskarten

Damit soll dem Handel mit überteuert weiterverkauften Eintrittskarten vorgebeugt werden. Fragen des Datenschutzes müssen noch gelöst werden.

Archivbidl: Uffizien-Mitarbeiter vor einem Botticelli-Fresko
Archivbidl: Uffizien-Mitarbeiter vor einem Botticelli-Fresko
Archivbidl: Uffizien-Mitarbeiter vor einem Botticelli-Fresko – (c) REUTERS (Baz Ratner)

Um Handel mit überteuert weiterverkauften Eintrittskarten vorzubeugen, prüfen die Uffizien in Florenz die Einführung personalisierter Tickets. Man sei diesbezüglich mit dem Florentiner Dom-Museum und der Galleria dell'Accademia, welche die bekannte Davidsstatue Michelangelos beherbergt, im Gespräch, sagte Uffizien-Direktor Eike Schmidt der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" (Samstag) laut Kathpress.

Um gemeinsam auf Eintrittskarten mit den Namen der Besucher umzusteigen, müssten jedoch noch Fragen des Datenschutzes gelöst werden, zitiert die Zeitung den deutschen Kunsthistoriker, der seit 2015 an der Spitze der Uffizien steht.

Schmidt ließ vor dem Museum große Hinweis-Schilder anbringen, um Touristen vom Kauf überteuerter Eintrittskarten für die Besichtigung der Uffizien abzubringen, die oft doppelt bis dreifach so teuer sind.

Schwarzmarkt als Problem

Der Weiterverkauf von vorbestellten Tickets, mit denen die übliche Warteschlange an der Kasse zu den Uffizien oder der berühmten Brunelleschi-Kuppel des Florentiner Doms entfällt, ist in Florenz schon länger ein Problem. Laut "Corriere" fiel die Masche auf, weil teilweise mehrere hundert Personen mit vorbestellten Tickets nicht kamen, da Agenturen große Kontingente für ihren Weiterverkauf erworben hatten.

Die täglich zur Verfügung stehenden 2625 Plätze für die Besichtigung der Brunelleschi-Kuppel sind demnach etwa meist im Vorverkauf ausverkauft, an einigen Tagen komme aber nur ein Viertel der Touristen mit einem Vorabticket.

Ermittlungen der Polizei ergaben laut "Corriere", dass im August sogar nicht aufgebrauchte Karten aus dem Vormonat an Touristen weiter verkauft wurden.

(APA)

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