Palastrevolte gegen Theresa May missglückt

Brexit-Hardliner wollten laut BBC-Bericht die britische Premierministerin stürzen.

London. Dutzende konservative Abgeordnete in Großbritannien wollten einem Medienbericht zufolge Premierministerin Theresa May loswerden, haben sich mit dieser Forderung aber zunächst nicht durchsetzen können. Etwa 50 Parlamentarier der Regierungspartei seien am Dienstagabend zusammengekommen, berichtete die BBC am Mittwoch unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Dabei solle diskutiert worden sein, wie und wann man May aus dem Amt drängen könne. Der Anführer der Brexit-Hardliner, Jacob Rees-Mogg, sagte am Mittwoch, sie verlangten von May zwar eine Kursänderung in ihrer Brexit-Politik. Er unterstütze May aber als Premierministerin. Der frühere Brexitminister David Davis erklärte, er stimme mit May nicht überein. Um die Stabilität des Landes zu gewährleisten, solle sie aber im Amt bleiben.

 

Bruch mit EU gefordert

Die Premierministerin steht in der eigenen Partei schon länger im Kreuzfeuer. May will eine Freihandelszone mit der EU schaffen und einen Teil der gemeinsamen Regeln beibehalten. Viele Brexit-Befürworter verlangen dagegen einen klaren Schnitt nach dem Austritt aus der EU und sehen Mays Kurs als Verrat an. (APA)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.09.2018)

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