Washington schafft die Todesstrafe ab

Das Oberste Gericht des Bundesstaates erklärte, dass die Strafe auf eine "willkürliche und rassistische Art" angewandt worden sei. Damit gibt es in 20 von 50 Bundesstaaten keine Todesstrafe mehr.

 

Der US-Bundesstaat Washington hat die Todesstrafe abgeschafft. Das Oberste Gericht des Staates an der Pazifikküste erklärte am Donnerstag nach einer Prüfung vergangener Urteile, die Strafe sei auf eine "willkürliche und rassistische Art" angewandt worden. Damit gibt es in 20 der 50 Bundesstaaten keine Todesstrafe.

Die Zahl der Hinrichtungen in den USA ist nach Daten des Death Penalty Information Center seit einem Höchststand von 98 im Jahr 1999 auf 23 im vergangenen Jahr gefallen. In den USA entscheiden die einzelnen Bundesstaaten über die Anwendung der Todesstrafe. Sie kann zudem für gewisse Verbrechen vom Bund verhängt werden. Die Regierung von Präsident Donald Trump prüft nach eigenen Angaben eine Ausweitung.

Malaysien stimmt für ein Ende der Todesstrafe

Auch die malaysische Regierung hat am Donnerstag den Weg für eine Abschaffung der Todesstrafe geebnet. Das Kabinett in Kuala Lumpur stimmte für die Abschaffung der Strafe.

Die Todesstrafe steht bisher in dem südostasiatischen Land unter anderem auf Mord, Entführung, Schusswaffenbesitz und Drogenhandel. Sie wird infolge der britischen Kolonialzeit durch Erhängen vollzogen. Kommunikationsminister Gobind Singh Deo bestätigte den Kabinettsbeschluss und äußerte die Hoffnung, dass das Gesetz "bald geändert" werde.

 

(APA/Reuters)

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